Aktualisiert 11.01.2010 14:44

Rebellen melden sich zu Wort

Terroranschlag galt nicht Togos Fussballern

Dass ausgerechnet Spieler der togolesischen Fussball-Nationalmannschaft am Freitag bei der Durchfahrt durch die Exklave Cabinda unter Beschuss gerieten, war laut einem Sprecher der FLEC-Rebellen «purer Zufall».

von
ap/mon
Angolische Polizisten beschützen den Mannschaftsbus von Togo.

Angolische Polizisten beschützen den Mannschaftsbus von Togo.

«Dieser Angriff galt nicht Togos Spielern, sondern den angolanischen Truppen an der Spitze des Konvois», sagte der Generalsekretär der separatistischen Befreiungsfront der Exklave Cabinda FLEC, Rodrigues Mingas, gegenüber France 24.

«Es war also purer Zufall, dass die Spieler getroffen wurden. Wir haben mit den Togoern nichts zu tun und wir sprechen den afrikanischen Familien und der Regierung Togos unser Beileid aus.» Es gehe der FLEC um die Befreiung Cabindas, betonte er. Die FLEC hatte sich bereits zuvor zu dem Angriff vom Freitag bekannt.

Im Zusammenhang mit dem tödlichen Anschlag auf die togolesische Fussball-Nationalmannschaft hat die angolanische Polizei zwei Verdächtige festgenommen. Wie das nationale Radio am Montag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtete, erfolgten die Festnahmen in der angolanischen Exklave Cabinda, die zwischen der Republik Kongo und der Demokratischen Republik Kongo im Westen Afrikas liegt. Togos Fussballer sind am Sonntagabend in ihre Heimat zurückgekehrt. Eine spätere Rückkehr an den Afrika-Cup wurde von den Organisatoren des Turniers abgelehnt (20 Minuten Online berichte)

Torhüter ausser Lebensgefahr

Der im Zuge das Attentats schwer verletzte Torhüter Kodjovi Obilale ist inzwischen «komplett ausser Lebensgefahr». Das teilte Ken Boffard, einer der behandelnden Ärzte in der Johannesburger Privatklinik mit. Der 25-jährige Goalie vom französischen Verein GSI Pontivy war am Freitag von einer Kugel getroffen und tags darauf operiert worden. «Das Ärzte-Team ist zufrieden mit den Fortschritten von Obilale. Er wird dennoch auf der Intensivstation bleiben», erklärte Boffard.

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