Karl Lauterbach: Terrorgruppe nach geplanter Entführung angeklagt

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DeutschlandTerrorgruppe wegen geplanter Entführung von Karl Lauterbach angeklagt

Im April 2022 flog eine Gruppe auf, die Deutschlands Gesundheitsminister Karl Lauterbach entführen und die Regierung stürzen wollte. Jetzt soll fünf Beschuldigten in Koblenz der Prozess gemacht werden.

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Eine Gruppe aus der Reichsbürger-Szene wollte den deutschen Gesundheitsminister Karl Lauterbach entführen. 

Eine Gruppe aus der Reichsbürger-Szene wollte den deutschen Gesundheitsminister Karl Lauterbach entführen. 

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Die Gruppierung der Reichsbürger-Szene wollte den Sturz der Bundesregierung und der parlamentarischen Demokratie herbeiführen. (Im Bild: Bundeskanzler Olaf Scholz)

Die Gruppierung der Reichsbürger-Szene wollte den Sturz der Bundesregierung und der parlamentarischen Demokratie herbeiführen. (Im Bild: Bundeskanzler Olaf Scholz)

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Die vier männlichen Beschuldigten wurden im April vergangenen Jahres festgenommen, die als eine Rädelsführerin eingestufte einzige weibliche Beschuldigte einige Monate später im Oktober.

Die vier männlichen Beschuldigten wurden im April vergangenen Jahres festgenommen, die als eine Rädelsführerin eingestufte einzige weibliche Beschuldigte einige Monate später im Oktober.

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Darum gehts

  • Die deutsche Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen eine mutmassliche Terrorgruppe erhoben.

  • Die Gruppe soll den Sturz der deutschen Regierung und die Entführung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach geplant haben.

  • Den vier Männern und einer Frau werde die Vorbereitung einer hochverräterischen Tat gegen den Staat vorgeworfen.

Die deutsche Bundesanwaltschaft hat fünf Verdächtige wegen der Planung eines gewaltsamen Umsturzes und der Entführung des deutschen Gesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD) angeklagt. Nach Behördenangaben vom Montag sollen sich die Beschuldigten wegen Gründung oder Mitgliedschaft in einer inländischen terroristischen Vereinigung und der Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens gegen den Bund vor dem Oberlandesgericht (OLG) im rheinland-pfälzischen Koblenz verantworten. Das Gericht muss die Anklage nun prüfen.

Einem Teil der Angeklagten, bei denen es sich um vier Männer und eine Frau handelt, werden darüber hinaus weitere Straftaten wie die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat oder Terrorismusfinanzierung zur Last gelegt. Die vier männlichen Beschuldigten wurden im April vergangenen Jahres festgenommen, die als eine Rädelsführerin eingestufte einzige weibliche Beschuldigte einige Monate später im Oktober. Alle sitzen in Untersuchungshaft.

Gruppierung wollte Demokratie beseitigen

Nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft wollte die Gruppierung die Demokratie beseitigen und die Staatsgewalt übernehmen, um «ein autoritär geprägtes Regierungssystem nach dem Vorbild des Deutschen Kaiserreichs» einzuführen. Zu diesem Zweck wollten sie «bürgerkriegsähnliche Zustände» herbeiführen. Den Auftakt dazu sollten Anschläge auf die Stromversorgung bilden, die einen längeren bundesweiten Stromausfall verursachen sollten.

Anschliessend sollte laut Anklageschrift Gesundheitsminister Lauterbach bei einem bewaffneten Angriff entführt werden, wobei seine Leibwächter unter Umständen getötet werden sollten. Das dadurch entstehende Chaos wollte die Gruppierung nach eigener Vorstellung demnach nutzen, um in Berlin eine «konstituierende Versammlung» einzusetzen und die Regierung abzusetzen. 

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(DPA/AFP/bre)

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