Terrorist in deutscher Atomanlage?
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Terrorist in deutscher Atomanlage?

Einer der drei in Pakistan unter Terrorverdacht festgenommenen Deutschen soll in der Vergangenheit Zugang zur Kernforschungsanlage in Karlsruhe gehabt haben.

Das berichtet die «Süddeutsche Zeitung» in ihrer Samstagsausgabe. Laut Vorabmeldung soll der 45-Jährige für eine Ingenieursfirma gearbeitet haben. Dadurch habe er auch Zutritt zum Institut für Transurane im Umfeld des Forschungsreaktors Karlsruhe gehabt. Der Mann sei seit dem Jahr 2001 als Gefährder eingestuft worden und habe in Germersheim am Rhein gelebt.

Der eingebürgerte Deutsche mit Migrationshintergrund wurde dem Bericht zufolge am 18. Juni von der pakistanischen Polizei festgenommen, als er auf dem Rückweg nach Deutschland war. Die Pakistanis werfen ihm demnach vor, Kontakt zur Terrororganisation Al Kaida zu haben und in einem Trainingscamp an Sprengstoffen ausgebildet worden zu sein.

Eine Sprecherin des rheinland-pfälzischen Innenministeriums in Mainz konnte zu dem Bericht am Freitagabend auf Anfrage nicht Stellung nehmen. (dapd)

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