Terroristen als Trittbrettfahrer?
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Terroristen als Trittbrettfahrer?

Die islamische Extremistengruppe Abu Sayyaf will einen Anschlag auf die philippinische Grossfähre Superferry 14 verübt haben. Das Militär wies die Behauptung als unglaubwürdig zurück.

Nach Angaben des Radiosenders DZBB von gestern bekannte sich Abu-Sayyaf-Sprecher Abu Sulaiman zu einem Attentat auf das Unglücksschiff. Bei dem Brandunglück vom Freitag war mindestens ein Mensch getötet worden (20 Minuten berichtete). 184 Personen galten noch als vermisst.

Sulaiman bezeichnete den Angriff als Rache für Übergriffe auf muslimische Bewohner im Süden der philippinischen Insel Mindanao. Ein Militärsprecher erklärte, die Terrorgruppe wolle nur als Trittbrettfahrer auf ihre Art vom Unglück profitieren. «Die wollen das Image von Abu Sayyaf aufpolieren», sagte er.

Die Ursache des Brandes auf der Fähre ist weiterhin unklar. Augenzeugen berichteten von einer Explosion. Zwei Stunden zuvor hatte die Fähre den Hafen der Hauptstadt Manila mit 744 Passagieren und 155 Besatzungsmitgliedern verlassen. Von den Vermissten fehlt jede Spur. Taucher stiessen gestern in den Rumpf vor. Auch dort fanden sie keine Leichen.

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