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Auf den PhilippinenTerroristen erschiessen Schweizer

Beim Einkaufen auf einem öffentlichen Markt ist am Dienstag ein Schweizer auf den Philippinen getötet worden. Der Grossgrundbesitzer weigerte sich, einer Terrororganisation Schutzgeld zu zahlen.

von
ann
Im philippinischen Kidapawan City, 960 Kilometer südlich von Manila, wurde der Schweizer Patrick Winiger auf dem Markt erschossen.

Im philippinischen Kidapawan City, 960 Kilometer südlich von Manila, wurde der Schweizer Patrick Winiger auf dem Markt erschossen.

Der Schweizer Patrick Winiger ist auf den Philippinen von Mitgliedern der terroristischen Organisation «New People's Army» (NPA) auf offener Strasse erschossen worden. Zwei Männer auf einem Motorrad hatten sich am Dienstag dem Plantagenbesitzer genähert, während er in Begleitung auf dem Markt in Kidapawan City Gemüse kaufte. Sie streckten ihn mit mehreren Schüssen in den Kopf nieder und flohen. Winiger starb noch am Tatort.

Mittlerweile hat sich die NPA, der bewaffnete Arm der kommunistischen Partei der Philippinen, im Internet offen dazu bekannt, den 47-Jährigen eliminiert zu haben. Winiger hatte sich aktiv gegen die Terrororganisation engagiert und Leute dazu gebracht, sich gegen die NPA zu wehren. Der Sprecher und Leutnant der lokalen Polizei, Leopoldo Galon, sagte gegenüber den Medien, der Grossgrundbesitzer habe zudem das Militär unterstützt und Informationen über die NPA an sie weitergeleitet. Die Täter gehören gemäss Informationen der Polizei einer speziellen Aktionsgruppe der NPA an.

Winigers Vater hatte in den 70er-Jahren auf den Philippinen eine riesige Kautschuk-Farm bei Kidapawan City, 960 Kilometer südlich von Manila, aufgebaut, die der Sohn später übernahm. Forderungen der NPA, Schutzgeld für seine Plantage zu bezahlen, hat dieser gemäss Medien wiederholt abgelehnt. Ausserdem stellte er Aussteiger der NPA auf seiner Kautschuk-Plantage an.

In den letzten Wochen haben Mitglieder der NPA mehrere Baufirmen in der Gegend angegriffen und deren Maschinenpark zerstört, um sie zu Zahlungen zu zwingen.

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