«Islamischer Staat»: Terroristen prahlen mit erbeuteten Kampfjets
Aktualisiert

«Islamischer Staat»Terroristen prahlen mit erbeuteten Kampfjets

Die Terroristen des «Islamischen Staates» zeigen in einem neuen Video, dass sie erneut Kampfjets erbeutet haben. Experten zweifeln, dass sie diese einsetzen können.

von
bat

Das Waffenarsenal des «Islamischen Staates» IS wird immer grösser. Der Nachrichtensender CNN hat ein Video der IS ausgestrahlt, auf dem eine angebliche Erstürmung einer syrischen Armeebasis zu sehen ist: Darin zu sehen ist, wie die Kämpfer mit einer IS-Flagge auf einen Kampfjet steigen. Ausserdem sind zahlreiche Raketen, Drohnen, schwere Artillerie-Geschütze und dutzende Munitionskisten zu sehen.

Ob die Terroristen die erbeuteten Kampfjets aber wirklich fliegen können, ist unklar. «Wahrscheinlich bringen sie die Jets schon in die Luft. Aber ob sie diese dann auch richtig fliegen, bewaffnen oder betanken können, ist fraglich», sagt Militärexperte Douglas Ollivant gegenüber CNN.

Mehr Sorgen als die erbeuteten Flugzeuge bereiten dem Experten die Boden-Luft-Raketen, die womöglich im Besitz der Terroristen sind. «Sie könnten irgendwo anders in der Gegend eingesetzt werden. Primär gegen US-Flugzeuge.»

Immer wieder zeigt der IS Video von erbeuteten Waffen. Auf einem weiteren ist zu sehen, wie sie einen russischen Kampfjet präsentieren. Im Video drohen sie Russlands Präsident Wladimir Putin damit, diesen Jet gegen Russland einzusetzen:

(Quelle: YouTube/World Wide News Live)

Laut dem deutschen Geheimdienst kämpfen in Syrien und im Irak bereits über 400 Islamisten aus Deutschland. Darunter sind gemäss «Spiegel.de» auch 20 ehemalige Bundeswehr-Angehörige. Diese sind wegen ihrer militärischen Ausbildung für Gruppierungen wie IS besonders wertvoll. Die Mehrheit der angereisten ausländischen Dschihadisten haben keinerlei Kampferfahrung. IS setzte sie deswegen gerne unter Druck, um sie als Selbstmordattentäter und Kanonenfutter an der Front einzusetzen.

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