Irak: Terroristen töten 73 Menschen beim Gebet
Aktualisiert

IrakTerroristen töten 73 Menschen beim Gebet

Bei einer Attacke auf eine sunnitische Moschee im Irak sind mindestens 73 Menschen getötet worden. Bei den Tätern soll es sich um Kämpfer einer schiitischen Miliz handeln.

Nach Angaben des Nachrichtensenders Al-Arabija handelte es sich bei den Tätern um Kämpfer einer schiitischen Miliz.

Nach Angaben des Nachrichtensenders Al-Arabija handelte es sich bei den Tätern um Kämpfer einer schiitischen Miliz.

Mindestens 73 Menschen sind bei einem Angriff von Bewaffneten auf eine sunnitische Moschee in der irakischen Provinz Dijala getötet worden. Milizen hätten nach dem Freitagsgebet das Gebetshaus im Ort Al-Makdadija gestürmt und das Feuer auf Gläubige eröffnet, berichteten irakische Beamte am Freitag.

Einem Polizisten zufolge sind die Extremisten in die Moschee in dem Dorf Imam Wais rund 120 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bagdad eingedrungen. Bei den Schüssen seien 35 weitere Menschen verletzt worden.

Nach Angaben des Nachrichtensenders Al-Arabija handelte es sich bei den Tätern um Kämpfer einer schiitischen Miliz. Sie hätten sich für einen Autobombenanschlag rächen wollen. Nach dem Angriff sei es ausserhalb der Moschee zu Zusammenstössen gekommen, berichtete der Sender weiter.

Imam Wais ist weiterhin unter Kontrolle der Regierungstruppen, während Gebiete in der Nähe von der Terrormiliz Islamischer Staat eingenommen worden sind.

Die IS-Kämpfer und das von kurdischen Peschmerga-Kämpfern und US-Luftangriffen unterstützte irakische Militär liefern sich heftige Gefechte im Land. Die IS-Terrormiliz hatte seit Juni weite Gebiete vor allem im Nordirak eingenommen, wurde zuletzt aber zurückgedrängt. Unter anderem konnten die irakischen und kurdischen Soldaten die Kontrolle über den strategisch wichtigen Mossul-Staudamm zurückgewinnen. (sda)

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