Terroristin: Familie von US-Soldaten getötet
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Terroristin: Familie von US-Soldaten getötet

Die nach den Anschlägen in Amman verhaftete Irakerin hatte drei Brüder, die von US-Soldaten im Irak erschossen worden waren. Einer davon war ein hohes Tier in der Terrororganisation Al Kaida.

Dies sagten Freunde von Sadschida Mubarak al Rischawi am Dienstag der Nachrichtenagentur AP. Einer der Brüder, Thamir al Rischawi, gehörte der Terrororganisation Al Kaida im Irak an und kam im April 2004 bei einem Raketenangriff in Falludscha ums Leben. Die beiden anderen, Ammar and Jassir, wurden bei zwei Angriffen auf US-Truppen in Ramadi getötet.

Die Vernehmung der 35-jährigen Frau könnte nach Angaben aus jordanischen Geheimdienstkreisen noch einen Monat dauern, bevor sie angeklagt wird. Im Unterschied zu ihrem Mann überlebte Al Rischawi den Anschlag, weil der Zünder ihres Sprengstoffgürtels defekt war. Bei einem Schuldspruch wegen Verschwörung und Planung eines Terroranschlags droht ihr die Todesstrafe.

Fast eine Woche nach den Anschläge erlag ein Amerikaner seinen schweren Verletzungen. Dies teilte die US-Botschaft in der jordanischen Hauptstadt am Dienstag mit. Es handelte es sich um das 58. Todesopfer und den vierten US-Bürger, der infolge der Anschläge vom 9. November ums Leben kam.

Als Reaktion auf die Attentate verschärfte die Regierung die Ausländergesetze. Innenminister Auni Jirfas kündigte an, alle Jordanier müssten die Behörden innerhalb von 48 Stunden über Ausländer informieren, die von ihnen eine Wohnung mieteten. Sie seien verpflichtet, die Namen, Nationalitäten und Passnummern der Ausländer vorzulegen.

Ausserdem arbeitet die Regierung an einem ersten Anti-Terror-Gesetz für das Land, wie aus Kreisen des Innenministeriums verlautete. Danach sollten Verdächtige für Verhöre künftig zeitlich unbegrenzt inhaftiert werden können. Wer Terroranschläge rechtfertige oder sie finanziere, werde schwer bestraft.

(dapd)

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