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Terrorvogel entdeckt - Kopf gross wie ein Pferd

US-Forscher haben in Argentinien den grössten bisher bekannten Vogelkopf ausgegraben. Der fossile Schädel ist mit 71,6 Zentimetern so lang wie ein Pferdekopf und gehörte einem so genannten Terrorvogel.

Das berichten Luis Chiappe und Sara Bertelli vom Naturhistorischen Museum Los Angeles im britischen Fachjournal «Nature» (Bd. 443, S. 929). Etwa die Hälfte der Länge nimmt der Schnabel ein. Das Fossil stammt aus dem mittleren Miozän und ist etwa 14 Millionen Jahre alt.

Terrorvögel

Der Fossilienfund könnte die Vorstellungen über die riesigen Terrorvögel (Phorusrhacidae) grundsätzlich verändern. Die Urzeitvögel waren Fleisch fressende Laufvögel, die bis vor etwa zwei Millionen Jahren in Südamerika lebten.

Phorusrhacidae wurden wegen ihrer bisher angenommenen Grösse von bis zu drei Metern und ihrem adlerartigen gebogenen Schnabel «Terrorvögel» genannt. Sie waren in Südamerika einst die vorherrschenden Raubtiere. Über ihre Lebensweise und die Ursache ihres Aussterbens ist nur sehr wenig bekannt.

Anhand eines ebenfalls gefundenen Laufbeinknochens konnten die Forscher errechnen, dass der Vogel etwa zehn Prozent grösser war als der grösste bisher bekannte Terrorvogel, der immerhin beinahe drei Meter Höhe erreichte.

Das Grössenverhältnis von Schädel- und Beinknochen lässt die Forscher vermuten, dass der Vogel trotz seiner Grösse sehr schnell und wendig war.

50 Kilometer pro Stunde

Vor einem Jahr veröffentlichten südamerikanische Forscher in der Zeitschrift «Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences» (Bd. 272, S. 1769) eine Berechnung, nach der selbst 350 Kilogramm schwere Terrorvögel Geschwindigkeiten von bis zu 50 Kilometern pro Stunde erreichten.

Der Vogelschädel unterscheidet sich in vielen Details von früheren, kleineren Funden. Daher vermuten die Forscher, dass sich entgegen der vorherrschenden Meinung grosse Terrorvögel im Erscheinungsbild deutlich von ihren kleineren Verwandten unterschieden. (sda)

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