Terrorwelle im Irak: Opferzahl steigt auf 80
Aktualisiert

Terrorwelle im Irak: Opferzahl steigt auf 80

Bei sieben Anschlägen im Nordirak und der Hauptstadt Bagdad sind am Mittwoch 80 Menschen getötet worden. Mehr als 130 erlitten Verletzungen.

In der Stadt Howeidscha sprengte sich vor einem Rekrutierungsbüro der irakischen Armee ein Attentäter mit einem Sprengstoffgürtel inmitten der Freiwilligen in die Luft. Nach Angaben des Provinzgouverneurs Abdul Rahman Mustafa kamen mindestens 30 Menschen ums Leben, 50 weitere wurden verletzt.

Die Polizei berichtete, nach dem Anschlag habe ein Heckenschütze einen US-Soldat erschossen, der zusammen mit Irakern den Tatort sicherte.

Bei einem Autobombenanschlag in der nordirakischen Stadt Tikrit wurden mindestens 28 Zivilisten getötet und 70 verletzt. Aus Polizeikreisen hiess es, der Täter habe den Sprengsatz per Fernbedienung um 6.30 Uhr neben einem Versammlungsort für Arbeiter gezündet.

Auch in Bagdad explodierten am Morgen mehrere Autobomben. Dabei kamen nach Augenzeugen- und Medienberichten mehr als zehn Menschen ums Leben. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich an einer Hauptstrasse in die Luft. Ein Sprengstoff-Auto explodierte vor einem Einkaufszentrum.

Unterdessen bargen Sanitäter am vierten Tag einer US-Offensive in Westirak in Al-Kaim die Leichen von 15 Zivilisten. Unter den Toten seien auch mehrere Kinder, berichtete am Mittwoch ein Arzt des örtlichen Spitals.

(sda)

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