Terry Gilliam gibt US-Pass ab - wegen Bush
Aktualisiert

Terry Gilliam gibt US-Pass ab - wegen Bush

Terry Gilliam hat seinen amerikanischen Pass zurückgegeben. Der Grund: «Der Mann an der Spitze der USA», so Gilliam.

Der Regisseur von «Brazil» und den Monty-Pythons-Filmen hat noch einen britischen Pass, ist aber in Kalifornien aufgewachsen. «Die Beamten guckten ziemlich dumm, als ich ihnen meinen Pass überreichte. Sowas hatten die noch nie erlebt», beschrieb er seinen Abschied aus der US-Bürgerschaft.

Für seinen Protest nimmt Gilliam damit gravierende Nachteile hin: Er darf in den nächsten zehn Jahren nur noch jeweils 30 Tage pro Jahr in den USA verbringen, «weniger als jeder Europäer». Schwierig für jemanden, der mit Hollywood und Disney zusammen arbeitet. «Sie wollten mich bestrafen», vermutet der Regisseur gegenüber dem deutschen Nachrichtenmagazin «Stern».

Schon seit Jahren lebt er wahlweise in London und in seinem Haus in Italien in der Nähe von Perugia. «Die Stadt gibt mir Ideen, auf dem Land kann ich mich verstecken und meine Kunst machen.»

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