Elon Musk: «Bin nicht sicher, dass ich Twitter kaufen kann»
Aktualisiert

Elon Musk«Bin nicht sicher, dass ich Twitter kaufen kann»

Musk bietet allen Twitter-Aktionären 54,20 Dollar pro Aktie. Erst vor Kurzem hat Musk rund neun Prozent aller Twitter-Aktien gekauft. Doch: Tech-Milliardär Elon Musk hat selbst Zweifel, das sein Versuch einer feindlichen Übernahme von Twitter Erfolg haben wird.

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Will Twitter übernehmen: Elon Musk.

Will Twitter übernehmen: Elon Musk.

AFP
Er bietet 54,20 Dollar pro Aktie.

Er bietet 54,20 Dollar pro Aktie.

REUTERS
Die Twitter-Aktie schloss am Mittwoch bei knapp 46 Dollar.

Die Twitter-Aktie schloss am Mittwoch bei knapp 46 Dollar.

AFP

Darum gehts

«Ich bin nicht sicher, dass ich tatsächlich in der Lage sein werde, es zu kaufen», räumte der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla bei einem Konferenzauftritt am Donnerstag ein. Er habe aber die nötigen Mittel, um den über 40 Milliarden Dollar schweren Deal durchzuziehen, betonte der 50-Jährige.

Musk gab am Donnerstag ein Angebot an alle Twitter-Aktionäre bekannt, ihre Anteile an ihn zum Preis von 54,20 Dollar abzutreten. Anleger machten deutlich, dass sie dem Angebot keine besonders hohen Erfolgschancen geben: Die Twitter-Aktie fiel im US-Handel um rund 1,5 Prozent auf 45,18 Dollar. Musk kaufte in den vergangenen Wochen bereits einen Anteil von 9,2 Prozent an Twitter zusammen.

Musk hat selber 80 Millionen Follower bei Twitter

Die auf Technologie-Berichterstattung spezialisierte Website «The Information» berichtete, der Twitter-Verwaltungsrat wolle sich gegen Musks Übernahmeversuch zur Wehr setzen. Offiziell teilte Twitter zunächst lediglich mit, man prüfe den Vorstoss und werde im Interesse der Firma und aller Aktionäre vorgehen.

Musk schrieb, dass der Preis sein letztes Angebot sei. Scheitert er mit dem Übernahmeversuch, müsse er sein Engagement bei Twitter überdenken. Der Tesla-Chef hat mehr als 80 Millionen Follower bei Twitter und zählt zu den populärsten Nutzern des Dienstes. Die Erfolgsaussichten von Musks Übernahmeattacke sind unklar. Twitter hat mehrere Finanzinvestoren als grosse Anteilseigner, die jeweils zwischen zwei bis acht Prozent der Anteile halten. Es würde also nicht reichen, nur wenige Grossaktionäre vom Verkauf zu überzeugen.

Musk soll es nicht ums Geldverdienen gehen

Der Tesla-Chef versicherte bei seinem Auftritt auf der TED-Konferenz am Donnerstag, dass es ihm bei dem Kaufversuch nicht ums Geldverdienen gehe, sondern darum, mit Twitter eine Plattform für Redefreiheit zu etablieren. Er vertrat die Auffassung, dass im Rahmen der Gesetze alle Ansichten erlaubt sein müssten.

Twitter und andere Online-Netzwerke gaben sich – auch auf Druck aus der Politik – Regeln, die beim Umgang mit kontroversen Inhalten über die Vorgaben der Gesetze hinausgehen. So gingen sie in der Corona-Pandemie gegen die Verbreitung falscher und zweifelhafter Informationen zum Virus und Impfstoffen vor, um Nutzer zu schützen.

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(DPA/fur)

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