Pfusch bei Model Y?: Tesla-Fahrer findet Holzkeile und Klebeband unter der Haube
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Pfusch bei Model Y?Tesla-Fahrer findet Holzkeile und Klebeband unter der Haube

Ein Besitzer eines Model Y hat ein amateurhaftes Gebastel im Motorraum entdeckt: Ein Kasten ist mit Holzkeilen, Klebeband und Riemen befestigt. Es scheint kein Einzelfall zu sein.

von
Dominic Benz
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Ein Besitzer eines Tesla Model Y hat unter der Haube eine peinliche Entdeckung gemacht. 

Ein Besitzer eines Tesla Model Y hat unter der Haube eine peinliche Entdeckung gemacht.

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Im Motorraum ist ein silberner Kasten mit zersägten Holzkeilen, grünem Tape und einem Riemen befestigt. 

Im Motorraum ist ein silberner Kasten mit zersägten Holzkeilen, grünem Tape und einem Riemen befestigt.

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Das Gebastel im Tesla scheint kein Einzelfall zu sein. In einem Forum schrieben etliche andere Nutzer, dass sie eine fast identische Halterung am gleichen Ort entdeckt hätten. Offensichtlich wolle Tesla so den Wärmetauscher, der für die Warmluft im Fahrzeuginnern verantwortlich ist, sichern. 

Das Gebastel im Tesla scheint kein Einzelfall zu sein. In einem Forum schrieben etliche andere Nutzer, dass sie eine fast identische Halterung am gleichen Ort entdeckt hätten. Offensichtlich wolle Tesla so den Wärmetauscher, der für die Warmluft im Fahrzeuginnern verantwortlich ist, sichern.

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Darum gehts

  • In einem Tesla Model Y ist ein amateurhaftes Konstrukt angebracht.
  • Ein Besitzer entdeckte eine Halterung aus Holzkeilen, Klebeband und Riemen unter der Motorhaube.
  • Auch andere Besitzer berichten, dasselbe Gebastel im Model Y gesichtet zu haben.
  • In einem Forum vermuten die Nutzer, dass Tesla in Not improvisieren musste.

Das Model Y ist der neuste Stolz von Elektroautobauer Tesla. Auf den Strassen im Heimmarkt USA ist der Mittelklasse-SUV seit März zu sehen. In Europa soll es nächstes Jahr so weit sein. Schweizer können die Karosse ab einem Preis von 60’000 Franken vorbestellen.

Doch offenbar ist beim Model Y nicht alles Hightech unter der Haube. So hat ein Besitzer des E-Autos in den USA eine peinliche Entdeckung gemacht, wie die Plattform schreibt: Im Motorraum ist ein silberner Kasten mit zersägten Holzkeilen, grünem Tape und einem Riemen befestigt.

In den Baumarkt gerannt?

Von der Konstruktion hat der Fahrer ein Bild im Online-Forum Tesla Motors Club gepostet. Dabei witzelte er, dass wohl ein Tesla-Mitarbeiter noch schnell in den Baumarkt gerannt sei, um die anvisierten Auslieferungszahlen für das 2. Quartal noch zu schaffen. Auch auf Twitter wurde das Bild geteilt:

Das Gebastel im Tesla scheint kein Einzelfall zu sein. Auf den Post hin schrieben etliche andere Nutzer, dass sie eine fast identische Halterung am gleichen Ort entdeckt hätten. Offensichtlich wolle Tesla so den Wärmetauscher, der für die Warmluft im Fahrzeuginnern verantwortlich ist, sichern.

Vorgezogene Auslieferung

Die Community im Forum fragt sich ebenfalls, ob Tesla improvisieren musste, um die Produktion des Model Y nicht zu verzögern. In welchem Umfang die Konstruktion eingebaut wurde, ist unklar.

Tatsache ist: Tesla hat in der Vergangenheit schon oft die Auslieferung verschieben müssen. Beim Model Y überraschte Tesla aber die Kunden, zog in den USA den Start um ein halbes Jahr vor: Ursprünglich hätte er in diesem Herbst erfolgen sollen. Ein Nutzer im Forum gibt daher zu bedenken: «Du wärst überrascht, wie viele Dinge in der Produktion noch schnell im Notfall gefixt werden.»

Laut anderen Berichten sind früher schon Bilder von der Halterung im Netz aufgetaucht. Damals sei der Kasten unter der Haube aber noch mit Kunststoffteilen befestigt worden. Tesla scheine nun auf Holz umgeschwenkt zu sein.

Neue Produktion

Model Y aus einem Guss

Die Karosserie des Model Y besteht aus 70 Teilen. Tesla-Gründer Elon Musk will diese Produktion nun vereinfachen. Zunächst soll die Karosserie aus vier Gussstücken gefertigt werden. Später soll es dann nur noch ein Stück sein. Damit kann Tesla die Kosten für die Herstellung sowie für die Energie senken. Im August twitterte Musk, dass im kalifornischen Fremont die Maschine für die Karosserie in einem Guss installiert worden sei. «Zusätzlich wird die Qualität der Rohkarosse steigen, denn Schweissnähte und Ähnliches gibt es dann nicht mehr», sagte kürzlich Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer an der Universität Duisburg zu 20 Minuten. Entsprechend sinken dann die Kosten in der Herstellung sowie die Energiekosten.

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