Kanada : Tesla-Fahrer mit 150 km/h gestoppt – er schlief friedlich
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Kanada Tesla-Fahrer mit 150 km/h gestoppt – er schlief friedlich

Ein Autolenker in Kanada hat das Fahrassistenzprogramm seines Tesla etwas zu ernst genommen. Er kippte die Sitze zurück und legte sich kurzerhand in voller Fahrt für ein Nickerchen hin.

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Teslas verfügen über ein sogenanntes Fahrassistenzprogramm.

Teslas verfügen über ein sogenanntes Fahrassistenzprogramm.

Getty Images
Dieses soll den Fahrer während der Fahrt unterstützen. 

Dieses soll den Fahrer während der Fahrt unterstützen.

KEYSTONE
Was ein Tesla nicht ist: Ein selbstfahrendes Auto.

Was ein Tesla nicht ist: Ein selbstfahrendes Auto.

KEYSTONE

Darum gehts

  • In Kanada wurde ein Tesla-Fahrer bei 150 km/h in einer 110er-Zone gestoppt.
  • Die Polizisten waren überrascht, dass sich im Fahrersitz scheinbar niemand befand.
  • Bei genauerem Hinsehen erkannten die Beamten jedoch, dass der Fahrer den Sitz zurückgeklappt hatte.
  • Er war gerade daran, ein Nickerchen zu halten.

Auf einer Autobahn in Kanada hat die Polizei einen 20 Jahre alten Fahrer gestoppt, der sich bei hohem Tempo in einem Tesla zum Schlafen gelegt hatte.

Das Elektroauto sei bei mehr als 140 Kilometern pro Stunde im Fahrassistenzprogramm unterwegs gewesen, teilte die Polizei am Donnerstag (Ortszeit) mit. Sowohl der Sitz des Fahrers als auch der des Beifahrers seien komplett zurückgelehnt gewesen und beide Insassen schienen zu schlafen. Als die Streife das Blaulicht eingeschaltet habe, habe das Auto automatisch auf 150 km/h beschleunigt. Erlaubt waren an der Stelle 110 Stundenkilometer.

Sicherheitssysteme umgehen

Er habe so etwas in seinem Leben noch nicht gesehen, schilderte der Beamte Darrin Turnbull den Vorfall im staatlichen Sender CBC. «Ich bin seit 23 Jahren bei der Polizei, den Grossteil davon bei der Verkehrspolizei, aber ich bin sprachlos. Niemand schaute aus der Frontscheibe, um zu sehen, wohin das Auto fuhr.»

Das als «Autopilot» bekannte System sei ein fortgeschrittenes Fahrassistenzprogramm, aber selbst steuern müsse man den Wagen schon. Autos könnten allerdings entgegen den Empfehlungen des Herstellers nachträglich manipuliert werden, um Sicherheitssysteme zu verändern oder zu umgehen.

Kritik am Fahrassistenzprogramm

Nachdem das Auto schliesslich angehalten werden konnte, zeigte die Polizei den 20-Jährigen wegen zu schnellen Fahrens an und entzog ihm wegen Ermüdung für 24 Stunden den Führerschein. Nach einer Untersuchung wurde er später noch wegen gefährlichen Fahrens angeklagt. Im Dezember muss er vor Gericht erscheinen. Der Vorfall ereignete sich Anfang Juli nahe Ponoka in der Provinz Alberta, wurde aber erst jetzt publik gemacht. Ein Anrufer hatte die Polizei damals alarmiert.

Tesla-Chef Elon Musk hatte sich im August mit deutlichen Worten zur Kritik am Fahrassistenzprogramm «Autopilot» geäussert. Der Begriff sei keineswegs missverständlich, sagte er damals dem Fachblatt «Automobile News». Die Aufregung darum sei «idiotisch». Tesla war nach mehreren tödlichen Unfällen vorgeworfen worden, durch die Bezeichnung zu suggerieren, dass es sich um eine Technik zum autonomen Fahren und nicht nur um ein Assistenzprogramm handle.

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(SDA)

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113 Kommentare
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Alles isch ganz eifach

20.09.2020, 00:09

bi mim BMW 1995. Alles dörf ich selber mache bim fahre! Kupple, schallte, Distanz kontrolliere und de Schiebewüscher bediene.

EVAnalyst

19.09.2020, 14:28

Fake News: Wenn man das Steuerrad nicht in der Hand habt, piept der Autopilot nach einigen Sekunden. Reagiert der Fahrer nicht darauf, schaltet der Computer die Warnblinker ein und hält das Auto an.

Lars TheWomm

19.09.2020, 13:23

Was anderes als Tesla kommt für mich schon gar nicht mehr in Frage. Mein Model 3 Performance kostete 55K. Voll ausgestattet. 3.4 Sekunden auf 100kmh. Strom kostet mich 1/5 vom Benzin. Unterhaltskosten tiefer als bei einem Benziner Kleinwagen. Breitbild Tablet für Netflix, Youtube, Surfen, Google-Maps Layer für Navi. Langlebigkeit durch Modularität. Preisstabilität. Autonome Features. Das bietet dir niemand sonst. Mit rieisgem Abstand die besten Autos auf diesem Planeten. Jeder selber Schuld, der noch Ölwechsel machen muss und im Service viel Geld liegen lässt.