Über 200’000 verkaufte E-Autos - Tesla macht erstmals über eine Milliarde Dollar Quartalsgewinn
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Über 200’000 verkaufte E-AutosTesla macht erstmals über eine Milliarde Dollar Quartalsgewinn

Während andere Hersteller unter Chip- und Rohstoffmangel ächzen, dreht der E-Autopionier Tesla weiter auf.

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Rekordergebnisse für den US-Elektroautobauer: Tesla-CEO Elon Musk unterwegs in Deutschland. (Archivbild)

Rekordergebnisse für den US-Elektroautobauer: Tesla-CEO Elon Musk unterwegs in Deutschland. (Archivbild)

AFP/Odd Andersen
Tesla betont, beim Bau des ersten Werks in Europa in Grünheide bei Berlin im Plan zu liegen.

Tesla betont, beim Bau des ersten Werks in Europa in Grünheide bei Berlin im Plan zu liegen.

AFP/Odd Andersen
Tesla erzielte im letzten Quartal einen Umsatz von zwölf Milliarden Dollar.

Tesla erzielte im letzten Quartal einen Umsatz von zwölf Milliarden Dollar.

AFP/Nicolas Asfouri

Darum gehts

  • Der US-Elektroautobauer Tesla präsentierte ein weiteres Quartal mit Rekordergebnissen.

  • Der Konzern verdiente erstmals über eine Milliarde Dollar in einem Vierteljahr.

  • Das Unternehmen brachte 201’304 E-Autos an die Kundschaft und stellte 206’421 Stück her.

Der US-Elektroautobauer Tesla hat ein weiteres Quartal mit Rekordergebnissen geschafft und erstmals mehr als eine Milliarde Dollar in einem Vierteljahr verdient. Das Unternehmen von Elon Musk verzehnfachte den Überschuss in den drei Monaten bis Ende Juni im Jahresvergleich auf 1,1 Milliarden Dollar. Das gab Tesla am Montag nach US-Börsenschluss in Palo Alto bekannt. Die Erlöse wuchsen um 98 Prozent auf insgesamt zwölf Milliarden Dollar.

Tesla betonte zudem, beim Bau des ersten Werks in Europa in Grünheide bei Berlin im Plan zu liegen. In diesem Jahr sollen dort demnach die ersten E-Autos vom Band laufen. Angesichts verschiedener Hürden und Unstimmigkeiten auf bürokratischer Ebene war die Ungewissheit hinsichtlich des Zeitplans in den vergangenen Monaten gestiegen. Einen Rückschlag gab es indes bei Teslas Semi-Truck – die ersten Auslieferungen des Sattelschleppers verschob Tesla ins Jahr 2022.

Tesla will Produktion steigern

Die Quartalszahlen übertrafen die Prognosen der Analysten und Analystinnen klar. Die Aktie reagierte nachbörslich dennoch relativ verhalten, auch wenn es zeitweise deutliche Kursgewinne von bis zu rund drei Prozent gab. Tesla erreichte im jüngsten Vierteljahr auch bei Auslieferung und Produktion Bestwerte. Das Unternehmen brachte 201’304 E-Autos an die Kundschaft und stellte 206’421 Stück her – so viele wie seit Firmengründung 2003 noch nie in einem einzigen Quartal.

Tesla trotzte weitgehend den Computerchip- und Rohstoff-Engpässen, die zuletzt dem Rest der Autobranche zu schaffen machten. Auch wenn das Unternehmen warnte, dass die Versorgung mit Chips und Bauteilen schwierig bleiben und das Wachstum im zweiten Halbjahr bremsen könnte, machte es an seinen Zielen keine Abstriche – im Gegenteil. Tesla peilte bislang an, seine Auslieferungen 2021 nach über einer halben Million Autos im Vorjahr um 50 Prozent zu steigern. Nun teilte der Konzern mit, mit einem noch stärkeren Wachstum zu rechnen.

Abschreiber auf Bitcoin-Bestände

Lediglich Teslas Bitcoin-Engagement, mit dem Musk den Kryptomarkt seit Februar aufmischt, entwickelte sich angesichts des starken Kursrutsches nicht mehr so erfolgreich wie im Vorquartal. Nachdem Teslas ursprünglich 1,5 Milliarden Dollar schwere Investition in die bekannteste Cyberwährung im ersten Vierteljahr 2021 noch zu einem Sondererlös von rund 100 Millionen Dollar geführt hatte, musste der Konzern nun 23 Millionen Dollar auf die Bitcoin-Bestände abschreiben. Deren Bilanzwert lag zuletzt noch bei 1,31 Milliarden Dollar.

Der Elektroautopionier profitierte abermals stark vom Handel mit Abgaszertifikaten, die andere Autobauer benötigen, um ihre Emissionsbilanz aufzubessern und so gesetzliche Vorgaben etwa in Kalifornien oder Europa zu erfüllen. Tesla setzte mit diesem Geschäft im zweiten Quartal 354 Millionen Dollar um. Da die Erlöse eine quasi hundertprozentige Gewinnspanne haben, sind sie für Tesla äusserst lukrativ. Allerdings ging die Bedeutung zuletzt stark zurück – sowohl vor einem Jahr als auch im Vorquartal war der Ertrag deutlich höher.

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(DPA/chk)

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