Wetter-News: Heute Nacht war es bis zu minus 25 Grad kalt

Wetter-NewsHeute Nacht war es bis zu minus 25 Grad kalt

Die Lawinengefahr in den Alpen ist hoch. Und es schneit am Montag weiter. Erst am Mittwoch sollte sich die Lage beruhigen.

von
Newsdesk
Wetterflash vom 11.12.2020, 05h

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Freitag, 11.12.2020

Eiskalte Nacht

Eine eiskalte Nacht liegt stellenweise hinter uns. Auf der Alp Hintergräppelen wurden sogar minus 25 Grad gemessen. Auch im Oberengadin wurden um 4 Uhr morgens minus 20 Grad gemessen, wie SRF Meteo twittert. Heute nehme die Bewölkung aus dem Westen zu und im Laufe des Tages setze Regen oder Schnee ein. Die Temperaturen werden mit lokal bis zu 6 Grad milder. In den Alpen gibt es Föhn.

In Hintergräppelen wurde mit minus 38.2 Grad die tiefste Temperatur des Winters 2016/17 in der Schweiz registriert, wie es auf der Webseite kaltluftseen.ch heisst.

Dienstag, 08.12.2020

Heikle Situation auf Strassen und in den Bergen

Die trockene Phase war vorübergehend. In der Nacht ziehen von Süden her immer mehr und mehr Schneewolken auf, heisst es bei SRF-Meteo. Es müsse überall mit Schneeglätte gerechnet werden. Unterhalb von 400 Metern sei es aber mehr Regen.

In den Alpen hingegen dürfte die Lawinensituation aufgrund des Neuschnees heikel werden, schreibt MeteoNews auf Twitter. Diesmal werde jedoch vor allem die Alpennordseite betroffen sein und das Tessin entlastet werden.

Montag, 07.12.2020

Erste Schneebilanz am Montag

Der starke Schneefall hat zu Wochenbeginn im Süden und Osten der Schweiz den Bahnverkehr eingeschränkt – insbesondere im Engadin. Wegen Lawinengefahr fiel etwa der Bernina Express der Rhätischen Bahn (RhB) aus.

Die Berninalinie war am Montagnachmittag zwischen Pontresina und Poschiavo aus Sicherheitsgründen geschlossen. Zwischen Pontresina und Poschiavo verkehrten Bahnersatzbusse, wie die Rhätischen Bahnen (RhB) am Montag gegen Mittag mitteilten. Die Passstrasse konnte geöffnet werden. Am Abend gaben RhB bekannt, dass die Berninalinie ab Dienstag ab Betriebsbeginn wieder uneingeschränkt offen sei.

Bereits im Verlauf des Montags wieder freigegeben werden konnte die Arosalinie. Sie war am frühen Sonntagabend aufgrund des starken Schneefalls zwischen Chur und Arosa eingestellt worden. Zwischen Chur und Litzirüti verkehrten Züge und zwischen Litzirüti und Arosa waren Bahnersatzbusse im Einsatz.

Auch im Tessin kam es zu Einschränkungen. So war die Linie zwischen Camedo TI und Domodossola (IT) unterbrochen. Dies wegen eines umgestürzten Baumes. Auch der Verkehr zwischen Bellinzona TI und Erstfeld UR war eingeschränkt, konkret war die Strecke zwischen Faido TI und Airolo TI gemäss Bahnverkehrsinformationen unterbrochen. Die Störungen konnten im Verlauf des Nachmittags behoben werden.

Über das Wochenende hat es im Süden und Osten viel geschneit. In diversen Hochtälern liegt rund ein Meter Schnee, wie Meteonews am Montagmittag mitteilte. In Samedan, Segl-Maria und Airolo liegen demnach rund 110 Zentimeter Schnee. Auch Teile des Oberwallis (etwa Ulrichen) und des Berner Oberlands (Guttannen) wurden eingeschneit und verzeichneten über einen Meter Schnee. Die Intensität des Schneefalls soll gemäss SRF Meteo gegen Montagabend allmählich nachlassen.

Wetterlage in Österreich und Italien angespannt

Auch Österreich und Italien haben über das Wochenende grosse Neuschneemengen verzeichnet. Einige Wetterstationen in Oberkärnten und Osttirol verzeichneten von Freitag bis Sonntag soviel Niederschlag wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Brennerbahnlinie ist bis Dienstag unterbrochen. Nach den starken Schneefällen bleibt die Lawinengefahr in Teilen Österreichs weiterhin hoch. Schulen und Kindergärten blieben deswegen in Teilen Tirols und Kärntens am Montag zu. Bereits am Dienstag und Mittwoch soll es im Südwesten wieder stark schneien.

Im Norden Italiens ist die Lage nach heftigen Unwettern mit Schneemassen, Regen und mindestens zwei Toten weiter angespannt. Rund 6000 Haushalte in Südtirol hätten keinen Strom. Es gab weiteren Neuschnee. In der Gegend um Modena hatten starke Regenfälle zu Hochwasser und Überflutungen ganzer Landstriche geführt. Für den Nordosten gelte weiterhin Wetter-Warnstufe Rot, hiess es am Montag von der Zivilschutzbehörde. Für die kommenden Tage werden weitere Niederschläge erwartet.

Bahnverkehr weiter eingeschränkt

Leser-Reporter

Der Schneefall macht dem Bahnbetrieb in der Schweiz weiter zu schaffen. Die Berninalinie ist zwischen Pontresina und Poschiavo aus Sicherheitsgründen nach wie vor geschlossen. Zwischen Pontresina und Poschiavo verkehren Bahnersatzbusse, wie die Rhätischen Bahnen am Montag gegen Mittag mitteilten. Die Passstrasse konnte geöffnet werden. Wie lange die Einschränkungen dauern, war unklar.

Noch unterbrochen ist auch die Linie zwischen Camedo TI und Domodossola (IT). Dies wegen eines umgestürzten Baumes. Wieder freigegeben werden konnte die Arosalinie.

Neuschneemengen

Vor allem im Süden und Osten hat es über das vergangene Wochenende stark geschneit. In diversen Hochtälern liegt rund ein Meter Schnee, wie Meteonews am Montagmittag mitteilte. Abgesehen vom Südtessin kamen verbreitet 70 bis über 100 Zentimeter Neuschnee zusammen, auf den Bergen noch deutlich mehr.

In Samedan, Segl-Maria und Airolo wurden demnach rund 110 Zentimeter Schnee gemessen. Auch Teile des Oberwallis (etwa Ulrichen) und des Berner Oberlands (Guttannen) wurden eingeschneit und verzeichneten über einen Meter Schnee.

In den letzten 24 Stunden sind im Kanton Graubünden und in der Ostschweiz nochmals grössere Neuschneemengen zusammengekommen. In Samedan wurden beispielsweise 45 Zentimeter gemessen, wie SRF Meteo auf Twitter schreibt.

Feuerwehreinsatz in Schaffhausen

Bäume leiden unter Schneelast

Der Schnee sorgte auch im Flachland für einige Feuerwehreinsätze. So machte in der Stadt Schaffhausen die Schneelast vielen Bäumen zu schaffen. In mehreren Einsätzen musste die Feuerwehr Strassen freiräumen.

Der Schnee sorgte auch im Flachland für einige Feuerwehreinsätze. So machte in der Stadt Schaffhausen die Schneelast vielen Bäumen zu schaffen. In mehreren Einsätzen musste die Feuerwehr Strassen freiräumen.

Es schneit weiter

Am Wochenende gab es im Tessin und in Graubünden kräftige Schneefälle. Auch am Montag und am Dienstag ist weiter mit viel Schnee zu rechnen. Wie Meteonews schreibt, kann es am Schweizer Alpensüdhang bis am Mittwochmorgen bis zu einem halben Meter Neuschnee geben – zum Teil auch mehr.

Strecken unterbrochen

Wegen der kräftigen Schneefälle in der Schweiz kommt es auf mehreren Bahnstrecken zu Verspätungen und Zugausfällen.

Der Bahnverkehr zwischen Pontresina und Tirano ist wegen Lawinengefahr unterbrochen, melden die Schweizerischen Bundesbahnen. Zwischen Pontresina und Poschiavo sei keine Ersatzbeförderung möglich. Die Dauer der Einschränkung ist ungewiss. Auch die Berninapass-Strasse ist im Moment gesperrt. Das Puschlav ist damit im Moment von der Restschweiz abgeschnitten.

Die Bahnstrecke zwischen Chur und Arosa ist ebenfalls unterbrochen. Es verkehren Bahnersatzbusse zwischen den beiden Orten. Auch hier ist die Dauer unbestimmt.

Unfall wegen Schee

Am Sonntag verunfallte eine Lenkerin in Dörflingen SH im Schneegestöber. Sie verlor auf der schneebedeckten Fahrbahn die Kontrolle über ihr Auto rutsche links über den Fahrbahnrand. Sie blieb unverletzt.

Im Süden schneit es weiter

Im Süden beginnt auch der Montag mit viel Schnee. Wie SRF Meteo schreibt, sind insbesondere das Tessin und später auch das Oberengadin von weiteren Schneefällen betroffen.

Auch im östlichen Mittelland muss am Montagmorgen teils noch mit winterlichen Strassenverhältnissen gerechnet werden.

Einschränkungen im Bahnverkehr

Wegen der kräftigen Schneefälle in der Schweiz kommt es auf mehreren SBB – Bahnstrecken zu Verspätungen und Zugausfällen.

Der Bahnverkehr zwischen Pontresina und Tirano ist wegen Lawinengefahr unterbrochen, melden die Schweizerischen Bundesbahnen. . Zwischen Pontresina und Poschiavo sei keine Ersatzbeförderung möglich. Die Dauer der Einschränkung ist ungewiss.

Lawinengefahr

Der viele Neuschnee hatte in den Tessiner Bergen und in Südbünden eine grosse Lawinengefahr zur Folge. Gemäss SRF Meteo besteht Lawinengefahr der Stufe 4 auf der fünfstufigen Gefahrenskala im ganzen Nordtessin inklusive Centovalli, die Bündner Südtäler und das Oberengadin.

Vom südlichen Wallis über das östliche Berner Oberland bis hin zum Alpstein und in den übrigen Gebieten Graubündens gilt die Gefahrenstufe 3, also erheblich.

Die Lawinengefahr wird laut SRF Meteo am Montag weitgehend unverändert bleiben.

Prognosen

Mitteleuropa liegt gemäss dem «Wetterflash» von MeteoNews weiterhin im Einflussgebiet einer Tiefdruckzone. Der Montag startet mit dickten Wolken und Regen oder Schnee. Diese Niederschläge lassen am Vormittag nach. In den Alpen schneit es bis am Mittag weiter. Die Temperaturen am Morgen zwischen Minus 1 und Plus 1 Grad. Diese steigen am Nachmittag mancherorts auf 4 Grad. Es lockert dann auch immer mehr auf. Im Süden schneit es weiter.

Wetterflash vom 07.12.2020, 03h

Sonntag, 06.12.2020

Fahrverhalten anpassen

Bahnverkehr zwischen Chur und Arosa unterbrochen

Aufgrund des starken Schneefalls ist der Bahnverkehr zwischen Chur und Arosa seit 18 Uhr unterbrochen. Sämtliche Zügen würden ausfallen, teilten die SBB am Sonntagabend weiter mit. Die Dauer der Einschränkung ist unbestimmt.

Schneefälle dauern an

Seit Freitag fällt in den Alpen praktisch anhaltend Schnee, dabei sind besonders entlang des zentralen Alpenhauptkamms, im Süden und im Engadin grosse Schneemengen gefallen. Wie Meteonews mitteilt, gab es verbreitet bereits 70 bis teils über 100 Zentimeter Neuschnee.

Am meisten Schnee gab es im Nordtessin und übergreifend in der Nähe des zentralen Alpenhauptkamms, dazu gehören das Goms und das Binntal, das Urner Oberland, aber auch die Surselva oder das Valsertal.

In den östlichen Landesteilen sowie im Süden sind die Niederschläge noch voll im Gange und halten über Nacht an. Dabei kommen bis Montagmorgen zwischen dem Südwallis, dem Gotthardgebiet und Südbünden nochmals 20 bis lokal 50 Zentimeter hinzu.

Wie Michael Kurcker von Meteonews schreibt, gibt es auch im Mittelland - dies speziell in den östlichen Landesteilen - am Abend und in der Nacht Schnee oder Schneeregen bis in tiefe Lagen. Dabei kann sich ebenfalls eine dünne Schneedecke bilden und zu Problemen im Strassenverkehr führen.

«Noch nie so viel Schnee erlebt»

Knapp 1 Meter Neuschnee gab es seit Freitag auch in Andermatt UR. «So viel Schnee habe ich hier noch nie erlebt», sagt Leserin Astrid W., die im Ort eine Ferienwohnung besitzt. Die Räumungsdienste hätten aber alles im Griff und die Menschen würden den vielen Schnee geniessen. «Es sieht wunderschön aus», so W. Dass es so lange am Stück schneie, kenne sie von Andermatt ebenfalls nicht. Und: «Es schneit weiter».

Bild: Leser-Reporterin Astrid W.

20 - 50 Zentimeter Neuschnee

Im Tessin und in Graubünden schneits munter weiter. Bis zu 50 Zentimeter Neuschnee sind bis morgen möglich, wie Meteonews auf Twitter schreibt.

Wie Michael Krucker von Meteonews sagt, werden die grossen Neuschneemengen wie zuletzt hauptsächlich das Nordtessin und das Oberengadin treffen. «Es gibt sehr viel Schnee aufs Mal», so Krucker, «rekordverdächtig sind die Mengen allerdings nicht.» Auch morgen Montag dürfte es weiterschneien - allerdings nicht mehr ganz so stark wie in den letzten Tagen. Die Lawinengefahr bleibt aufgrund der weiteren Schneefälle über Nacht gross.

Auch im östlichen Mittelland könnten die Strassen morgen früh nochmals weiss sein - es ist allerdings nicht mit grossen Schneemengen zu rechnen. Während es im Süden morgen trüb und nass bleibt, trocknet es im Flachland im Laufe des Tages ab und es sind Aufhellungen möglich.

In den Bergen bleiben die Temperaturen kommende Woche um den Gefrierpunkt - am Mittwoch rechnet Meteonews erneut mit Schnee. «Auch im Flachland könnte es Mitte der Woche nochmals für Schnee reichen», sagt Michael Krucker. Niederschläge dürfte es auch am kommenden Wochenende geben - dann allerdings bei milderen Temperaturen.

Zugverkehr im Südtirol steht still

Wegen heftiger Schneefälle in Südtirol sind Zugverbindungen am Brenner unterbrochen. Auch die Brennerautobahn auf der wichtigen Verbindung zwischen Italien und Österreich war am Sonntag teilweise gesperrt.

Auf der Zugstrecke zwischen Brenner und Bozen gebe es Sperrungen, teilte die italienische Eisenbahngesellschaft RFI am Sonntag mit. Seit Samstagabend ist auf der Brennerautobahn die Nordspur von Sterzing bis zur Grenze wegen Lawinengefahr gesperrt, wie der Zivilschutz in Bozen mitteilte. In ganz Südtirol gebe es einen «Flickenteppich» an Stromausfällen. In einigen Gegenden galt die höchste Lawinenwarnstufe. Rund 1400 Feuerwehrleute seien seit Sonntagfrüh im Einsatz.

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