Gefährliche Mängel beim Modell Y - Test zeigt, dass Teslas «Autopilot» auch bei leerem Fahrersitz funktioniert
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Gefährliche Mängel beim Modell YTest zeigt, dass Teslas «Autopilot» auch bei leerem Fahrersitz funktioniert

Experten des US-Verbrauchermagazins Consumer Reports testeten Teslas Autopilot-System. Dabei kamen sie zum Schluss, dass der Fahrassistent auch funktionierte, wenn niemand am Lenkrad sass. Damit widerspricht der Bericht den Aussagen des Herstellers.

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Das Autopilot-Assistenzsystem in einem Tesla Y versagte: Experten des US-Verbrauchermagazins Consumer Reports ist es gelungen, das Programm trotz leeren Fahrersitzes anzuwenden.

Das Autopilot-Assistenzsystem in einem Tesla Y versagte: Experten des US-Verbrauchermagazins Consumer Reports ist es gelungen, das Programm trotz leeren Fahrersitzes anzuwenden.

REUTERS
Den Test unternahmen die Ingenieure nach einem schweren Unfall, bei dem der Tesla mit zwei Insassen gegen einen Baum prallte und in Brand geriet.

Den Test unternahmen die Ingenieure nach einem schweren Unfall, bei dem der Tesla mit zwei Insassen gegen einen Baum prallte und in Brand geriet.

Screenshot Youtube/KPRC-TV
Offenbar sass zum Zeipunkt des Crashs niemand am Steuer.

Offenbar sass zum Zeipunkt des Crashs niemand am Steuer.

Screenshot Youtube/KPRC-TV

Darum gehts

  • Auf einer Teststrecke aktivierten Testpersonen den «Autopiloten» in einem Tesla Y.

  • Das System funktionierte, obwohl niemand auf dem Fahrersitz sass.

  • Ein gefährlicher Defekt: Laut Hersteller sollte «Autopilot» nur funktionieren, wenn der Lenker am Steuer sitzt.

Das einflussreiche US-Verbrauchermagazin Consumer Reports hat nach eigenen Angaben gefährliche Mängel beim Fahrassistenzprogramm «Autopilot» des Elektroautobauers Tesla festgestellt. Auf einer Teststrecke sei es Ingenieuren beim Model Y gelungen, das Programm trotz leeren Fahrersitzes anzuwenden, teilte Consumer Reports am Donnerstag mit. Dabei habe das System keinerlei Warnungen oder Hinweise abgegeben. Auf öffentlichen Strassen würde ein solches Szenario eine «extreme Gefahr» darstellen, so das Blatt.

Die Untersuchung von Consumer Reports bringt Tesla weiter unter Druck nach einem Unfall mit laut Polizeiberichten leerem Fahrersitz, bei dem jüngst zwei Männer ums Leben kamen. Tesla weist Kunden selbst darauf hin, dass der sogenannte Autopilot nur ein Assistenzsystem sei und deshalb der Mensch auf dem Fahrersitz jederzeit die Hände am Lenkrad behalten müsse. Eigentlich soll die Software es bemerken und Warntöne abgeben, wenn dies nicht der Fall ist.

«Autopilot» wusste nicht einmal, ob der Fahrersitz besetzt war

Doch im Test von Consumer Reports versagte das System angeblich nicht nur dabei, sicherzustellen, dass der Fahrer jederzeit das Steuer übernehmen kann – es war dem Bericht nach nicht einmal in der Lage festzustellen, ob der Fahrersitz überhaupt besetzt ist. «Tesla fällt bei Modellen mit fortschrittlichen Fahrassistenzprogrammen hinter andere Autohersteller wie General Motors und Ford zurück, die Technik nutzen, die sicherstellt, dass der Fahrer die Strasse im Blick behält», meint Experte Jake Fisher, von Consumer Reports.

Eine Stellungnahme von Tesla lag zunächst nicht vor. Der E-Autobauer des Starunternehmers Elon Musk steht wegen der Bezeichnung «Autopilot» schon lange unter Rechtfertigungsdruck. Kritiker finden, dass der Name eine Übertreibung ist, die zu fahrlässiger Nutzung einladen könnte. Diese Diskussion dürfte weiter Fahrt aufnehmen. Denn die nächste Evolutionsstufe des Programms, die derzeit in der Testphase ist, nennt Tesla sogar «Full Self-Driving» (komplett selbstfahrend), obwohl es nach gängigen Kriterien weiter ein Assistenzsystem bleibt.

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(DPA/kle)

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