Aktualisiert 24.05.2007 15:16

Teuerste Scheidung Grossbritanniens

Obwohl bereits die zweithöchste Instanz Grossbritanniens das Scheidungsurteil gegen den Gründer der Versicherungsgruppe Axis, John Charman, bestätigt hat, sträubt sich dieser, seiner Ex-Frau Beverly 48 Millionen Pfund (rund 117 Mio. Franken) zu überlassen.

Dies entspricht gut einem Drittel seines Vermögens. Vergeblich hatte der 54-Jährige Berufung gegen das Urteil vom vergangenen August eingelegt, das er als «grotesk und ausgesprochen unfair» bezeichnete.

Nach der Entscheidung des Londoner Berufungsgerichts will Charman nun direkt die Law Lords, die höchste Instanz der britischen Justiz, anrufen.

Während Charman im Laufe der 29-jährigen Ehe mit der Versicherungsgruppe ein Vermögen anhäufte, übernahm seine Frau die Erziehung der inzwischen erwachsenen zwei Söhne.

Mit dem Argument, das Vermögen sei während der gemeinsamen Verbindung bei dieser Arbeitsteilung aufgebaut worden, gestand das Gericht im vergangenen August Beverly Charman 37 Prozent davon zu.

Der Vorsitzende Richter Mark Potter entschied nun am Donnerstag, dass das damalige Urteil bereits den besonderen Beitrag des Unternehmers zum Familienunternehmen berücksichtige.

(sda)

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