Dank Ausverkauf: Teuerung fällt fast auf Null
Aktualisiert

Dank AusverkaufTeuerung fällt fast auf Null

Die Teuerung ist in der Schweiz im Januar nochmals deutlich gefallen und hat mit 0,1 Prozent den tiefsten Stand seit rund zwei Jahren erreicht.

Analysten hatten mit einer Jahresteuerung von 0,4 bis 0,7 Prozent gerechnet. Im vergangenen Dezember betrug die Inflationsrate 0,7 Prozent, und im Januar 2008 waren es sogar noch 2,4 Prozent.

Im Monatsvergleich waren die Konsumentenpreise im Januar sogar rückläufig: Der Landesindex sank um 0,8 Prozent und erreichte den Stand von 102,5 Punkten (Dezember 2005 = 100), wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte.

Grund für den Preisrückgang ist in erster Linie der Ausverkauf: Schuhe und Kleider verbilligten sich um ganze 12,2 Prozent. Auch für Möbel und Einrichtungszubehör musste weniger bezahlt werden. Computer und Fernsehgeräte waren ebenfalls billiger zu haben.

Neben dem Ausverkauf trugen die gesunkenen Erdölpreise zum Rückgang bei: Benzin wurde innert Monatsfrist um 6,3 Prozent billiger, Diesel sogar um 7,6 Prozent. Heizöl kostete 3,6 Prozent weniger. In der Folge gingen die Ausgaben der Haushalte für den Verkehr, aber auch fürs Heizen und Wohnen zurück. Allerdings: Teurer wurden die Kehrichtgebühren.

Günstige Handy-Tarife

Alles in allem wurden auch Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke billiger (-0,1 Prozent), namentlich dank günstigerer Preise für Schokolade, Bananen, Milchprodukte, Rind- und Schweinefleisch. Gemüse wurde dagegen teurer.

Alkoholische Getränke und Tabak verteuerten sich ebenfalls (+0,3 Prozent.) Ebenso wurden die Preise in Restaurants und Cafés für Mahlzeiten, Kaffee, Tee und Bier angehoben. Mehr verlangten auch die Hoteliers, insbesondere in den Berggebieten.

Für die Mobiltelefonie musste 3,7 Prozent weniger bezahlt werden. Die Ausgaben für die Gesundheitspflege blieben stabil. Teurer wurden allerdings die Prämien für private Krankenversicherungen sowie die Preise für Spitalleistungen.

Günstigere Importe

Wie das BFS weiter mitteilte, blieb das Preisniveau im Januar bei den im Inland produzierten Gütern unverändert, während es sich bei den Importen um 2,9 Prozent ermässigte. Innert Jahresfrist verteuerten sich die Inland-Güter um durchschnittlich 1,7 Prozent, während die Importe um 3,8 Prozent günstiger wurden.

(dapd)

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