Teuerung im Dezember auf 12-Jahres-Hoch
Aktualisiert

Teuerung im Dezember auf 12-Jahres-Hoch

Im Dezember sind die Preise so stark gestiegen wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Schuld daran ist der hohe Ölpreis sowie gestiegene Preise für Reinigungsmittel und Möbel.

Die Preise in der Schweiz sind im vergangenen Jahr im Schnitt um 0,7 Prozent gestiegen. Trotz der anziehenden Teuerung zum Jahresende ist es die geringste Zunahme seit 2003. Der Dezember brachte allerdings ein neues 12-Jahres-Hoch.

Wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte, erreichte der Preisauftrieb im Dezember aufs Jahr hochgerechnet 2,0 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Oktober 1995. Im November hatte die Jahresteuerung 1,8 Prozent betragen, im Dezember 2006 waren es 0,6 Prozent gewesen.

Ökonomen hatten nur mit einer Preissteigerung um 1,8 bis 1,9 Prozent gerechnet. Der Landesindex der Konsumentenpreise stieg gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent auf 102,6 Punkte (Dezember 2005 = 100).

Teurer wurden im Dezember insbesondere Möbel, Geschirr und Besteck sowie Wasch- und Reinigungsmittel, was die Kosten für Hausrat und Haushaltsführung um 0,7 Prozent erhöhte.

Im Verkehr stiegen die Preise um 0,6 Prozent. Neben des weiteren Anstiegs der Benzinpreise um 0,8 Prozent und des Diesels um 2,8 Prozent sind dafür auch die Tariferhöhungen der SBB um 3,5 Prozent sowie der Verkehrsverbunde veranwortlich.

Die Heizölpreise stiegen um 1,9 Prozent. Sie lagen damit um 34,8 Prozent über dem Vorjahresstand. Teurer wurde auch Strom. Treibstoff ist um 15 Prozent teurer als vor einem Jahr.

(sda)

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