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Zürich, Sonntag«Teufelswerk»: DJ Hell lässt den Krautrock auferstehen

Es war die spannendste und innovativste Zeit der deutschen Rockmusik: Krautrock. Auf seinem neuen Album «Teufelswerk» huldigt DJ Hell dem Krautrock – am Sonntag stellt er es in Zürich vor.

von
Niklaus Riegg

Bis in die Sechzigerjahre wurde die deutsche Rock- und Popmusik weltweit belächelt: zu schmalzig, zu wenig innovativ und zu bieder. Doch im Zug der ersten ausserparlamentarischen Opposition und der ersten Hippiewelle schaute auf einmal die ganze Welt nach Deutschland: Dank Bands wie Neu!, Ashra ­Tempel, Can und Tangerine Dream wurde Krautrock geboren. Mit monotonen und repetitiven Gitarrenloops und komplexen Songstrukturen war das die Keimzelle für avantgardistischen Rock – und vor allem für Techno.

Dies weiss auch DJ Hell. Der Elektro-Impresario huldigt dem Krautrock und zitiert diesen auf seinem neuen Doppel-CD-Epos «Teufelswerk» in grossen Teilen. Und ebnet damit einem der wichtigsten (und zu Unrecht etwas vergessenen) Musikgenres der letzten 50 Jahre endlich ­wieder den Weg in die Gehörgänge einer neuen Generation – und zurück auf den Dancefloor.

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