François Fillon: Teure Anzüge als Geschenk, «na, und?»

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François FillonTeure Anzüge als Geschenk, «na, und?»

Der französische Präsidentschaftskandidat François Fillon hat zugegeben, Anzüge als Geschenk entgegengenommen zu haben – sieht darin aber kein Fehlverhalten.

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woz
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Nennt die aktuelle Regierung ein «schwarzes Kabinett»: Präsidentschaftskandidat François Fillon. (23. März 2017)

Nennt die aktuelle Regierung ein «schwarzes Kabinett»: Präsidentschaftskandidat François Fillon. (23. März 2017)

AFP/Thomas Samson
Erklärungsbedürfnis: Der konservative Präsidentschaftskandidat spricht in Orléans. (7. März 2017)

Erklärungsbedürfnis: Der konservative Präsidentschaftskandidat spricht in Orléans. (7. März 2017)

AFP/Guillaume Souvant
Chancen werden immer kleiner: Die neusten Entwicklungen sprechen nicht für den konservativen Präsidentschaftskandidaten. (21. März 2017)

Chancen werden immer kleiner: Die neusten Entwicklungen sprechen nicht für den konservativen Präsidentschaftskandidaten. (21. März 2017)

AFP/Christophe Archambault

«Ein Freund hat mir im Februar Anzüge geschenkt, na und?», sagte Fillon der französischen Wirtschaftszeitung «Les Echos». Laut einem Bericht von «Le Journal du dimanche» sollen die beiden Anzüge 13'000 Euro gekostet haben.

Die Annahme des teuren Geschenks könnte für Fillon juristisch heikel sein: Seit 2011 müssen Abgeordnete Geschenke über 150 Euro deklarieren. Ob der Präsidentschaftskandidat dies getan hat, ist noch unklar.

Wahlkampf unter keinem guten Stern

Fillon war im November bei einer Vorwahl des bürgerlichen Lagers zum Kandidaten bestimmt worden, allerdings steht sein Wahlkampf unter keinem guten Stern. Die Kampagne wird seit Wochen vom Verdacht einer Scheinbeschäftigung seiner Frau belastet.

Für diesen Mittwoch ist Fillon von Ermittlungsrichtern vorgeladen. Dabei droht ihm die Eröffnung eines Verfahrens – er selbst weist die Vorwürfe zurück.

Im Interview von «Les Echos» klagte er, dass sein Privatleben wie das keines anderen Kandidaten unter die Lupe genommen werde, allein mit dem Ziel seiner Kandidatur zu schaden. Die Franzosen wählen ihren neuen Staatschef in zwei Runden am 23. April und am 7. Mai. (woz/sda)

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