Profi-Diebesbanden: Teure Bikes gestohlen
Aktualisiert

Profi-DiebesbandenTeure Bikes gestohlen

Bei Jucker Bikes wurden
19 Spitzenvelos gestohlen – immer öfter sind in Basel laut Polizei ausländische Banden im grossen Stil am Werk.

von
lua/sup
Hansheiri Jucker in seinem fast leergeräumten Laden. (sup)

Hansheiri Jucker in seinem fast leergeräumten Laden. (sup)

Es sind nicht einfach Velos, die wegkommen, sondern Perfektion auf zwei Rädern. «Das teuerste geklaute Bike ist ein Carbon-Renner im Wert von 8000 Franken», sagt Hansheiri Jucker, Inhaber von Jucker Bikes. In sein Geschäft wurde letzte Woche eingebrochen, 19 Velos nahmen die Diebe mit. Gesamtschaden: rund 40 000 Franken. In 25 Jahren als Velohändler ha­be er noch nie einen derart umfangreichen Beutezug erlebt. Die Staatsanwaltschaft beobachtet die Welle an Velodieb­stählen schon länger: «Früher wurden Velos oft für eine Fahrt entwendet und tauchten kurze Zeit später wieder auf. Heute werden oftmals gezielt teure Velos geklaut und dann weiterverkauft», so Kriminalkommissär Markus Melzl. Seit Anfang Jahr wurden 2000 Fahrräder gestohlen, die wenigsten tauchen je wieder auf.

Die Diebe seien oft professionelle Hehler aus dem Ausland. Das vermutet auch Jucker: «Sie sind schnell vorgegangen, und niemand hat etwas gehört. Die Velos wurden bestimmt über die Grenze gebracht.» Er will sein Geschäft nun besser sichern, wenn nötig mit Kameras und Alarmanlage. Melzl und Jucker warnen beide davor, teure Bikes draussen stehen zu lassen. «Am besten mit einem guten Schloss an einer Stange befestigen», rät Jucker.

(lua/sup/20 Minuten)

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