Teure Medikamente fördern Parallelimport
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Teure Medikamente fördern Parallelimport

Der Bedarf an günstigen Heilmitteln ist riesig: Beim ersten Verkäufer von parallel importierten Medikamenten kauften Grossisten in kürzester Zeit das Lager leer.

«Innerhalb von drei Tagen verkauften wir 40 000 Packungen Originalmedikamente», sagt Peter Hunziker, CEO des Medikamenten-Importeurs APS in Cham. Der Konzern besitzt als erster in der Schweiz die Zulassung zum Parallelimport von Originalmedikamenten.

Anfangs Mai startete APS mit neun Präparaten – darunter Kassenschlager wie das Schmerzmittel Ponstan oder das Durchfallmittel Imodium – und einem Stock, der eigentlich für drei Monate hätte reichen sollen. Doch Grossisten wie «zur Rose» und »MediService» rannten APS die Türen ein, denn die Medikamente sind bis zu 19 Prozent günstiger als die offiziellen Schweizer Preise.

«Endlich bewegt sich etwas», sagt Rudolf Strahm, Preisüberwacher. Lange Zeit habe die Pharmalobby die Einfuhr von Medikamenten mit bürokratischen Mitteln verhindert. Doch der Bedarf ist da. Auch APS musste bei Swissmedic lange für die Bewilliung kämpfen und hat hunderttausende Franken in Anwaltskosten investiert, sagt Peter Hunziker.

Deborah Balmer

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