Aktualisiert 02.11.2011 18:42

Preisanstieg

Teurere Harddisks wegen Flutkatastrophe

Die Flutschäden in Thailand treiben die Preise für Festplatten in die Höhe. Bis Februar fehlen weltweit 35 Millionen Harddisks.

von
Alex Hämmerli
Die Fabrik von Western Digital in Bang Pa In steht unter Wasser.

Die Fabrik von Western Digital in Bang Pa In steht unter Wasser.

Wer dieser Tage nach einer günstigen Computer-Festplatte sucht, wird enttäuscht: Interessante Angebote auf Preisvergleich-Websites führen zu teureren Offerten oder zum Hinweis «nicht verfügbar». Noch vor wenigen Wochen zahlte man für eine billige 2-Terabyte-Platte rund 100 Franken. Heute findet man kaum noch Angebote unter 130 Franken. Der Grund: Die Flutkatastrophe in Thailand hat reihenweise Fabriken lahmgelegt. Hersteller und Zulieferer wie Western Digital, Toshiba, Hitachi, Sea­gate und Nidec mussten ihre Produktion um bis zu 60 Prozent drosseln, weil ihre Hallen teils meterhoch unter Wasser stehen. Zwar haben grosse Konkurrenten in China und den Philippinen die Produktion hochgefahren, kompensieren können sie die Lücke aber nicht.

Wie gross der Engpass ist, rechnen Analysten der Deutschen Bank vor: Sie erwarten, dass von Dezember bis Ende Februar nur noch 134 Millionen Festplatten ausgeliefert werden können. Benötigt werden aber rund 170 Millionen Harddisks. Es fehlen also etwa 35 Millionen Stück. Normalisieren dürfte sich das Angebot erst ab Mitte 2012.

Neben den Festplatten dürften laut Fachleuten übrigens auch PCs, Server, Spielkonsolen, TV-Rekorder und Drucker teurer werden.

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