17.02.2015 14:17

Bakterien überleben

Teures Katzenstreu macht Büsis nicht sauberer

Zwar sind Katzen von Natur aus reinlich, trotzdem tragen sie mit ihren Pfoten Bakterien durchs Haus. Und das unabhängig vom verwendeten Katzenstreu.

von
fee
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Fürs Geschäft suchen Katzen ihr ganz eigenes stilles Örtchen auf.

Fürs Geschäft suchen Katzen ihr ganz eigenes stilles Örtchen auf.

Keystone/Alessandro Della Bella
Nach Besuch des Katzenklos etwa schlecken sie sich oft stundenlang ab.

Nach Besuch des Katzenklos etwa schlecken sie sich oft stundenlang ab.

Keystone/AP/Claude Paris
Dennoch schleppen sie auf ihren Pfoten jede Menge Bakterien umher ...

Dennoch schleppen sie auf ihren Pfoten jede Menge Bakterien umher ...

Keystone/AP/Fritz Reiss

Katzen sind reinliche Tiere. Immer wieder fahren sie mit ihren Pfoten durchs Fell und schlecken sie voller Hingabe ab – dies selbstverständlich auch nach dem Besuch der Katzentoilette. Doch trotz der emsigen Körperpflege sind sie nicht wirklich sauber.

Auch Katzenstreu – egal ob aus Ton, Zeitungspapier oder Pflanzenfasern – ändert daran nichts, wie ein ungewöhnliches Forscherduo an der Konferenz der American Association for the Advancement of Science (AAAS) berichtete.

Überall gleichviel Bakterien

Zusammen mit einem erwachsenen Kollegen war der erst 17-jährige Wesley Wolf aus Ohio der Frage nachgegangen, ob die Katzenklo-Füllung eine Rolle bei der Verbreitung von Bakterien spielt. Dafür unterzogen die beiden drei verschiedene Arten Streu einem Praxistest, an dem 30 Katzen teilnahmen.

Diesen säuberte Wolf zunächst die Pfoten und liess sie dann 36 Stunden gewähren. Danach drückte er die Pfötchen auf Petrischalen, in denen sich eine Nährlösung befand, und beobachtete, wie sich darin die Bakterien vermehrten. Das Ergebnis: Die Menge Bakterien blieb gleich – egal, um welche Art Katzenstreu es sich handelte.

Deshalb lautet der Rat des Jungforschers: «Katzenbesitzer sollten einfach das billigste oder bequemste Katzenstreu wählen.» Was er bei seiner Schlussfolgerung jedoch nicht berücksichtigt hat, ist, dass es neben den von ihm untersuchten Streuen auch noch andere Varianten gibt, die möglicherweise besser abschneiden.

Wie wichtig das stille Örtchen für Samtpfoten ist, ist Helge Schneider schon lange klar, wie sein Song «Katzenklo» aus dem Jahr 1993 beweist. (Video: Youtube/Around the World)

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