Nach Arbeitsverweigerung: Tevez droht nach Eklat eine Rekordstrafe

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Nach ArbeitsverweigerungTevez droht nach Eklat eine Rekordstrafe

Der Skandal um ManCity-Stürmer Carlos Tevez zieht weitere Kreise. Der Argentinier muss mit einer gewaltigen Busse rechnen, während sich sein Trainer schon nach einem Ersatz umschaut.

von
fbu

Das Video zur umstrittenen Szene im Spiel Bayern München gegen Manchester City. (Quelle: YouTube)

Carlos Tevez hatte im Champions-League-Spiel gegen Bayern München keine Lust seinem Job nachzukommen und verweigerte seinem Trainer Roberto Mancini die Einwechslung. Dieser wiederum brachte dafür überhaupt kein Verständnis auf und drohte seiner letztjährigen Tormaschine gar mit dem Rauswurf.

Soweit kam es bisher nicht, es blieb bei einer zweiwöchigen Suspendierung. Jetzt ist allerdings bekannt geworden, dass Tevez für die Dauer seiner Suspendierung kein Gehalt bekommen soll. Bei dem Supervertrag, den der Argentinier bei Manchester City hat, sprechen wir von einem Betrag in der Höhe von rund 500 000 Pfund (ca. 695 000 Schweizer Franken) – das wäre die höchste Geldstrafe, die im englischen Fussball je ausgesprochen wurde, berichtet der «Guardian». Ganz abgesehen davon ist der Rauswurf noch nicht ganz ausgeschlossen. Der Tabellenzweite der Premier League will eine Anhörung durchführen und dann entscheiden, ob Tevez noch eine Zukunft bei den «Citizens» hat.

Fifa mischt sich ein

Der Skandal zieht immer weitere Kreise. Nun hat sich auch die Fifa zum Thema geäussert. Der Vize-Präsident des Fussball-Weltverbandes, Jim Boyce, forderte, dass Tevez weltweit geperrt werden müsse, sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten: «Was passiert ist, ist verabscheuungwürdig. Ich finde, die Fifa sollte die Macht haben, den Spieler von einer aktiven Rolle im Fussball auszuschliessen.» Weiter sagte der Nordire: «Wenn Tevez das tut, wer hält jemand anders davon ab, das in der nächsten und übernächsten Woche zu tun?» Etwas mehr Verständnis bringt dem Argentinier Paul Scholes entgegen, der früher mit Tevez bei Manchester United gespielt hat. Gegenüber dem Radiosender BBC sagte der frühere englische Nationalspieler: «Ich kenne Carlos sehr gut. Er ist ein Spieler, der immer spielen will. Wenn er nur Ersatz ist, bringt ihn das um. Er denkt dann: ‹Der Teammanager ist gegen mich›.»

Robin van Persie als Ersatz im Gespräch

Einen Tag nach der Arbeitsverweigerung beteuerte der argentinische Übeltäter, dass er bei Manchester City bleiben wolle, auch wenn das im Sommer einen anderen Eindruck gemacht hatte: «Es stimmt, im Sommer wollte ich mal gehen. Jetzt ist meine Familie in England, ich bin glücklich. Aber der Trainer hat mir nie eine Chance gegeben.» Mit der Aktion gegen Bayern München hat der 27-Jähige seinen Verbleib bei ManCity aber sabotiert.

Trainer Mancini soll sich laut dem «Guardian» schon nach einem Ersatz umschauen. Bereits vor dem Skandal hatte er ein Auge auf Robin van Persie geworfen, umso mehr tut er das jetzt. Ginge es nach dem Italiener, würden die «Citizens» Tevez im Winter verkaufen. Laut verschiedenen Medienberichten haben bereits verschiedene Topteams wie Inter Mailand und Paris St. Germain Interesse angemeldet. Das Geld könnte ManCity dann in den holländischen Stürmer von Arsenal investieren. Passenderweise befindet sich van Persie in den letzten zwei Jahren seines Vertrages bei Arsenal und macht keine Anstalten, beim kriselnden Verein zu verlängern.

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