Aktualisiert 20.06.2018 09:00

Prostitution in Solothurn

Thai-Frauen mussten auf Crystal Meth anschaffen

Eine 52-Jährige ist in Solothurn unter anderem wegen Menschenhandels und Förderung der Prostitution angeklagt. Die Bordellbesitzerin dealte zudem mit Kokain und Crystal Meth.

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ber
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Die 52-jährige Schweizerin wird sich wegen mehrfachen Menschenhandels, mehrfacher Förderung der Prostitution, mehrfacher Geldwäscherei sowie Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittel und Ausländergesetz vor dem Amtsgericht Solothurn-Lebern verantworten müssen. (Bild: Kanton Solothurn)

Die 52-jährige Schweizerin wird sich wegen mehrfachen Menschenhandels, mehrfacher Förderung der Prostitution, mehrfacher Geldwäscherei sowie Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittel und Ausländergesetz vor dem Amtsgericht Solothurn-Lebern verantworten müssen. (Bild: Kanton Solothurn)

Kanton Solothurn
Die Bordellbesitzerin habe die Prostituierten gezwungen, jeden Tag anzuschaffen, sexuelle Dienstleistungen zu festgelegten Preisen anzubieten, sich rund um die Uhr für allfällige Freier zur Verfügung zu halten, gewisse sexuelle Praktiken anzubieten und die Hälfte ihrer Einnahmen aus der Sexarbeit abzugeben.

Die Bordellbesitzerin habe die Prostituierten gezwungen, jeden Tag anzuschaffen, sexuelle Dienstleistungen zu festgelegten Preisen anzubieten, sich rund um die Uhr für allfällige Freier zur Verfügung zu halten, gewisse sexuelle Praktiken anzubieten und die Hälfte ihrer Einnahmen aus der Sexarbeit abzugeben.

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Es ist nicht das erste Mal, dass die Staatsanwaltschaft Solothurn Vorkommnisse im Rotlichtmilieu zur Anklage bringt. Zwischen 2015 und 2017 wurden zahlreiche Bordellbetreiberinnen in verschiedenen Gebieten im Kanton Solothurn verhaftet.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Staatsanwaltschaft Solothurn Vorkommnisse im Rotlichtmilieu zur Anklage bringt. Zwischen 2015 und 2017 wurden zahlreiche Bordellbetreiberinnen in verschiedenen Gebieten im Kanton Solothurn verhaftet.

Keystone/Peter Schneider

Die Staatsanwaltschaft Solothurn erhebt Anklage gegen eine Bordellbetreiberin. Der Schweizerin wird vorgeworfen, Frauen von thailändischen Organisationen übernommen zu haben, um sie in ihren Bordellen in Solothurn sexuell auszubeuten und sie unter von ihr diktierten Arbeitsbedingungen arbeiten zu lassen.

So habe die 52-Jährige die Prostituierten gezwungen, jeden Tag anzuschaffen, sexuelle Dienstleistungen zu festgelegten

Preisen anzubieten, sich rund um die Uhr für allfällige Freier zur Verfügung zu halten, gewisse sexuelle Praktiken anzubieten und die Hälfte ihrer Einnahmen aus der Sexarbeit abzugeben.

Bordellbetreiberin bestreitet die Vorwürfe

Ausserdem wird der Frau zur Last gelegt, Metamphetamin (Crystal Meth), Kokain und Ecstasy-Pillen an bei ihr beschäftigte Sexarbeiterinnen abgegeben und verkauft zu haben. Das aus dem Verkauf der Drogen, der Prostitution und dem Menschenhandel generierte Geld habe die Beschuldigte wieder in die Beschaffung neuer Betäubungsmittel investiert oder nach Thailand geschickt.

Die Anklage lautet auf mehrfachen Menschenhandel, mehrfache Förderung der Prostitution, mehrfache Geldwäscherei sowie

Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittel- und

Ausländergesetz. Die Bordellbetreiberin bestreitet die Vorwürfe. Der Termin der Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht von Solothurn-Lebern steht noch nicht fest.

Freiheitsstrafen zwischen 22 und 48 Monaten

Es ist nicht das erste Mal, dass die Staatsanwaltschaft Solothurn Vorkommnisse im Rotlichtmilieu zur Anklage bringt. Zwischen 2015 und 2017 wurden zahlreiche Bordellbetreiberinnen in verschiedenen Gebieten im Kanton Solothurn verhaftet.

Mehrere der aus Thailand stammenden Frauen wurden in der Folge angeklagt und von den Gerichten wegen Menschenhandels, Förderung der Prostitution und Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz schuldig gesprochen. Sie wurden zu Freiheitsstrafen zwischen 22 und 48 Monaten und entsprechenden Geldstrafen verurteilt. Stand heute sind noch nicht alle Urteile rechtskräftig und einige Verfahren nach wie vor hängig.

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