Aktualisiert 14.11.2011 15:04

FlutkatastropheThailänder verlieren die Geduld

Hunderte Polizisten müssen in Bangkok einen Damm schützen. Bewohner aus Vororten wollen ihn zerstören. Denn während das Zentrum der Hauptstadt trocken bleibt, stehen ihre Häuser unter Wasser.

Am Montag haben die Behörden 300 Polizisten zum insgesamt 16 Kilometer langen Sandsackwall geschickt. Anwohner im Bezirk Don Muang hatten am Vortag ein zehn Meter breites Loch in den Damm aufgerissen, damit das Hochwasser aus ihrem überfluteten Viertel abfliessen kann.

Der Flutwall wurde auf Anordnung der thailändischen Regierung errichtet, um die Geschäftsviertel Bangkoks vor dem seit Wochen anhaltenden Hochwasser zu schützen. Dafür stehen viele Vororte im Norden der Hauptstadt unter Wasser - denn wegen des Damms kann das Wasser nicht ablaufen.

Mehr als 500 Tote

Viele Bewohner verlieren die Geduld mit den Behörden. Bei den schlimmsten Überschwemmungen seit 50 Jahren sind in Thailand mindestens 536 Menschen ums Leben gekommen. (sda)

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