Aktualisiert 27.09.2004 05:51

Thailänderin erkrankt an Vogelgrippe

Bei einer Thailänderin hat sich der Verdacht auf Vogelgrippe bestätigt. Die Frau sei durch den Kontakt mit toten Vögeln mit dem Virus infiziert worden, sagte Gesundheitsminister Sudarat Keyuraphan am Montag.

Er schloss aus, dass sich die Frau bei einem anderen Menschen mit der Seuche angesteckt haben könnte. Zuvor hatte es Befürchtungen gegeben, das Virus könnte erstmals von Mensch zu Mensch übertragen worden sein, da in der Umgebung der Frau drei Menschen sehr wahrscheinlich an Vogelgrippe verstorben sind.

Bei den drei Opfern handelt es sich um die Nichte der Frau, deren Mutter sowie einen 13-jährigen Jungen, der ebenfalls nicht weit von den anderen Opfern in der Provinz Kamphaeng Phet rund 350 Kilometer nordöstlich von Bangkok gewohnt hatte.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Samstag mitgeteilt, sie habe Anhaltspunkte für eine Übertragung des Vogelgrippe-Virus von Mensch zu Mensch.

Vorliegende Daten aus dem Norden Thailands nährten den Verdacht, dass sich Menschen nicht wie bislang angenommen nur bei Tieren mit dem tödlichen Virus anstecken können. Die WHO sei «sehr besorgt», warte jedoch zunächst eine wissenschaftliche Bestätigung des Verdachts durch Laborbefunde ab.

(sda)

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