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The Naked Cowboy

Seit zehn Jahren steht Robert John Burke täglich in seiner Unterhose am Times Square, New York. Ein Verrückter? Ja, aber einer mit Geschäftssinn.

Der 37-jährige Bodybuilder steht täglich nur mit einer Unterhose, Gitarre, Cowboyhut und Westernstiefel bekleidet an der Touristenmeile am Times Square, singt Countrysongs, lässt sich von den Touristen fotografieren und bezahlen - gut bezahlen. Zwei Dollar verlangt er pro Bild. Nicht viel, denken Sie? Nun, warten Sie's ab.

Zu Beginn seiner Karriere als «The Naked Cowboy» wurde er zwar ständig von der Polizei verhaftet. Doch mittlerweile gehört er zum Stadtbild, wie die Freiheitsstatue.

Für die Kasse ist Jimbo zuständig. Burkes Assistent, der im dunklen Anzug bei den Touristen einkassiert. Wo sollte ein nackter Cowboy auch das Geld hinstecken?

Obwohl Burke zusammen mit seiner Freundin in einem Motel an der Autobahn Richtung New Jersey lebt, The Naked Cowboy spricht sich herum. Das ehemalige Model war schon in mehreren Werbespots zu sehen, ist ein beliebter Gast in Talkshows und auch das New Yorker Büro für Tourismus und Conventions hat seinen Konterfei lebensgross aus Pappe im Eingang aufgestellt.

Nach einem Tag am Square zählt der nackte Kuhjunge seine Einnahmen, zieht ganz normale Alltagskleider an, Jeans und T-Shirt, und fährt noch ins Fitnessstudio, um sein Arbeitsinstrument in Form zu halten.

Ach, ja, die Einnahmen: Während der Hochsaison im Sommer macht der charmante Bodybuilder gut und gerne mehrere Tausend Dollar in acht Stunden, mehr als 250000 Dollar pro Jahr. Da soll einer mal sagen, dass Strassenmusik eine brotlose Zunft sei.

Autor: tom

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