Aktualisiert 17.02.2017 04:40

TV-Star Marc Amacher «‹The Voice› hat mich Geld gekostet»

Um ein abschliessendes Fazit zu ziehen, ist es noch viel zu früh. Trotzdem steht für Marc Amacher fest: Die Teilnahme bei «The Voice of Germany» hatte Vor- und Nachteile.

von
ysc
1 / 6
Marc Amacher aus Heimberg BE nahm an der vergangenen Staffel von «The Voice of Germany» teil. Dabei schaffte er es bis ins Finale der letzten vier.

Marc Amacher aus Heimberg BE nahm an der vergangenen Staffel von «The Voice of Germany» teil. Dabei schaffte er es bis ins Finale der letzten vier.

epa/Joerg Carstensen
Dort musste er dann aber dem späteren Sieger Tay Schmedtmann (20) den Vortritt lassen. Danach gings auf eine Tour durch Deutschland, die rund eineinhalb Monate gedauert hat.

Dort musste er dann aber dem späteren Sieger Tay Schmedtmann (20) den Vortritt lassen. Danach gings auf eine Tour durch Deutschland, die rund eineinhalb Monate gedauert hat.

epa/Jens Kalaene
Um ein Fazit zu ziehen, ist es laut Amacher noch zu früh. Zu 20 Minuten sagt er aber: «Klar war es nicht ideal, als Bluesmusiker in einer TV-Show zu landen. Bis jetzt habe ich aber viel Positives erlebt.»

Um ein Fazit zu ziehen, ist es laut Amacher noch zu früh. Zu 20 Minuten sagt er aber: «Klar war es nicht ideal, als Bluesmusiker in einer TV-Show zu landen. Bis jetzt habe ich aber viel Positives erlebt.»

chubbybuddy.ch

Knapp zwei Monate ist es her, als Marc Amacher im Finale von «The Voice of Germany» stand. Seither ist viel passiert. «Mir dreht sich manchmal der Kopf durch all die Einflüsse, die auf mich einprasseln», sagt der Berner zu 20 Minuten. «Mit solchen Top-Leuten Musik zu machen, ist nicht etwas, das spurlos an einem vorbeizieht.»

Amacher war in den letzten eineinhalb Monaten auf Tour in Deutschland. Mit dabei: Profi-Musiker, die sonst in den Bands von Rea Garvey oder Stefanie Heinzmann mittun. Der 32-Jährige hat mit den Konzerten vor Publikum durchwegs positive Erfahrungen gemacht: «Ich konnte mit meiner Stärke als Live-Performer überzeugen. Wir haben Leute begeistert, die zunächst nicht verstanden hatten, wieso ich in der Show so weit gekommen bin.»

Türen haben sich geöffnet

Am Freitag spielt der Mann mit der rauen Stimme aus Heimberg im Berner Bierhübeli. Ein Auftritt, der ohne die TV-Sendung nicht möglich gewesen wäre, findet Marc: «Man kann schon sagen, dass die Leute jetzt an unserer Musik stärker interessiert sind und sich gewisse Türen aufgetan haben.»

Finanziell hat sich die Teilnahme bei «The Voice of Germany» hingegen (noch) nicht ausbezahlt. «Im Gegenteil: ‹TVOG› hat mich eher Geld gekostet. Was das Finanzielle betrifft, wäre ich besser irgendwo sonst aufgetreten.» Das Hin- und Herreisen von und nach Deutschland habe Zeit in Anspruch genommen. Sein Arbeitgeber, aber auch die Familie, mussten laut Amacher häufig auf ihn verzichten.

«Bessere Grundlage als vorher»

Schwierig sei zudem, erklärt der Sänger weiter, «mit den Grundlagen aus der Sendung deinen Weg in dem Umfeld wiederzufinden, aus dem du gestartet bist.» Der Alltag als Bluesmusiker ist eben ein anderer als der eines TV-Stars.

Trotzdem meint Amacher überzeugt: «Ich habe nun sicher die besseren Grundlagen als vorher.» Und das ist mehr, als viele Castingshow-Kandidaten vor ihm je behaupten durften.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.