Aktualisiert 03.02.2005 17:55

Therapie statt Gefängnis für Sextäter

Therapie statt drei Jahre Gefängnis für einen Mann, der vier Mädchen sexuell missbraucht hat: Dieses Urteil wurde am Donnerstag rechtskräftig.

Kurz vor dem Berufungsprozess vor dem Zürcher Obergericht akzeptierten die Parteien das Urteil der Vorinstanz.

Der 45-jährige Angeklagte war geständig. Er hatte in den Jahren 1998 bis 2003 vier Mädchen im Alter von 5 bis 15 Jahren teils massiv missbraucht.

Das Bezirksgericht Zürich verurteilte ihn im Februar 2004 wegen sexueller Handlungen zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von drei Jahren. Der Vollzug der Haftstrafe wurde zugunsten einer ambulanten Psychotherapie aufgeschoben.

Gegen das Urteil hatten zunächst die Vertreter von Geschädigten als auch die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Sie akzeptierten nun aber den Bezirksgerichts-Entscheid. Der Angeklagte muss nun nicht ins Gefängnis, sich aber weiter der Therapie unterziehen. Falls die Massnahme scheitert, droht doch noch nachträglich der Strafvollzug.

Die Opfer der sexuellen Handlungen waren zwei Töchter eines befreundeten Ehepaas im Alter von 13 und 15 Jahren sowie zwei Pflegekinder im Alter von 11 und 5 Jahren. Im April 2003 wurde der Mann verhaftet, nachdem eines der älteren Mädchen die Vorfälle seinen Eltern erzählt hatte.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.