Aktualisiert 23.10.2003 21:03

Therese Frösch tritt ab – Nachfolge-Rennen lanciert

Die grüne Gemeinderätin und neue Nationalrätin Therese Frösch stellt sich im Herbst 2004 in der Stadt Bern nicht mehr zur Wahl. Ihre Partei nennt bereits fünf potenzielle Nachfolgekandidaten.

«Nach 12 Jahren im Gemeinderat will ich jungen und unverbrauchten Kräften Platz machen», gab Therese Frösch gestern bekannt. Über zehn Jahre hat die 52-Jährige die Finanzdirektion geleitet; seit der Regierungskrise im Frühling führt sie die Sozialdirektion. Ihr Entscheid habe nichts mit der Wahl in den Nationalrat zu tun. «Ich wäre so oder so gegangen – ausser der Teufel auf Stelzen wäre dahergekommen», so Frösch.

Das Grüne Bündnis (GB) steht nun vor einer schwierigen Aufgabe: Am 8. Februar entscheidet das Berner Stimmvolk, ob es künftig nur noch fünf oder wie bisher sieben Gemeinderäte gibt. Eine Verkleinerung erhöht die Hürde für kleine Parteien. Doch Peter Sigerist vom leitenden Parteiausschuss ist optimistisch: «Wir haben viele Leute mit Potenzial, die in die Yeti-Fussstapfen von Therese Frösch treten können.»

Bis am 5. November führt die Partei Gespräche mit fünf Kandidaten: Es sind dies die drei Stadträte Natalie Imboden (33), Annemarie Sancar (46) und Michael Jordi (44), Grossrätin Regula Rytz (41) und Gsoa-Aktivist Nico Lutz (33). Das GB möchte gemeinsam mit SP und GFL in die Wahlen ziehen.

Theres Lagler

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