Aktualisiert 15.05.2007 08:43

Thomson und Reuters einig über Fusion

Das US-Unternehmen Thomson und die britische Nachrichtenagentur Reuters haben sich auf die Bedingungen für einen Zusammenschluss geeinigt.

Danach zahlt Thomson 8,7 Milliarden Pfund (12,7 Milliarden Euro) in bar und in Aktien für die Nachrichtenagentur und kontrolliert rund 70 Prozent der neuen Unternehmens Thomson-Reuters. Vorstandschef soll Reuters-Chef Tom Glocer werden.

Thomson, Reuters und Bloomberg sind führende Anbieter von Finanzmeldungen für die «Terminals» von Banken und Investmenthäusern. Reuters war lange Zeit Marktführer, hat in den vergangenen Jahren aber Boden verloren. Thomson hat sich im vergangenen Jahrzehnt vom klassischen Zeitungsverlag zu einem Anbieter von Finanz- und Rechtsinformationen entwickelt. Das Unternehmen beschäftigt rund 32.000 Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 6,6 Milliarden Dollar. Reuters wurde 1851 in London von Paul Julius Reuter gegründet, der aus Kassel stammte. Seinen Hauptumsatz von zuletzt 2,57 Milliarden Pfund (3,8 Milliarden Euro) erzielt Reuters im Geschäft mit Finanzunternehmen, auf die Belieferung von Medien mit aktuellen Nachrichten entfallen nur noch etwas mehr als sechs Prozent. (dapd)

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