Cup-Achtelfinal: «Thun ist nicht der ideale Gegner»
Aktualisiert

Cup-Achtelfinal«Thun ist nicht der ideale Gegner»

Trainer Hans-Peter «Bidu» Zaugg erklärt, warum die Thuner im Cup-Achtelfinal am Sonntag für Biel nicht der ideale Gegner sind.

von
Peter Berger

Hans-Peter «Bidu» Zaugg, wie sehen Sie die Chancen gegen Thun?

Nun, primär sind wir froh, können wir zuhause gegen einen Super-League-Klub antreten. Biel hat eine Cup-Tradition und immer wieder einen Grossen geschlagen, das wollen wir fortsetzen.

Aber?

Wir haben nicht den idealsten Gegner aus der Super League erwischt.

Warum?

Thun ist sportlich ein schwieriger Gegner. Für mich ist es die seriöseste Mannschaft der Liga: ausgeglichen, athletisch, spielerisch gut und alles vernünftige Typen. Da wird uns keiner unterschätzen. Das wäre beim einen oder anderen Gegner anders gewesen. Dazu kommt der finanzielle Aspekt. Thun ist kein Magnet. Es hätte Klubs gegeben, die uns mehr Gästefans und somit Einnahmen gebracht hätten.

Thun spielte am Donnerstag noch in der Europa League gegen Kiew. Ein Vorteil für Biel?

Ich glaube nicht, die Tage dazwischen reichen bei einer Profimannschaft für die Regeneration. Zudem haben die Thuner ein breites Kader. Wir wissen deshalb nicht, mit welchen elf Spielern sie antreten werden (schmunzelt). Wir werden aber auf jeden Fall nicht total überrascht sein.

Sie sind mit Biel auf Rang fünf der Challenge League platziert, zufrieden?

Wir sind so etwas wie das Thun der Challenge League. Die Berner Oberländer holen mit einem kleinen Budget das Maximum heraus. Wir versuchen im Seeland dasselbe. Mit der Saison bin ich zufrieden. Ich habe mir einen Mittelfeld-Platz erhofft. Unser Ziel lautet: Wir wollen zu den besten 15 Teams der Schweiz gehören.

Sie waren Trainer in der Super League, wurden mit GC Meister, traten mit dem Nationalteam von Liechtenstein gegen Deutschland, Spanien oder Portugal an. Da ist die Gurzelen ein anderes Pflaster.

Natürlich. Aber damit habe ich keine Probleme. Im Gegenteil: Ich habe hier viel Spass am Job. Zudem bin ich realistisch: Ich weiss, wie viele gute Trainer keinen Job haben.

Aber ist ein Spiel gegen Thun für Sie noch etwas Spezielles?

Sicher freue ich mich auch. Es ist aber vor allem für meine Spieler interessant. Die haben durchaus noch Ambitionen und sind deshalb sehr motiviert, die Möglichkeit zu nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen.

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