Nachtlärm: Thun nimmt Clubbesitzer in die Pflicht

Aktualisiert

NachtlärmThun nimmt Clubbesitzer in die Pflicht

Feiernde Teens, wütende Anwohner und ein ziemlich ratloser Sicherheitsdirektor: Jetzt sollen in Thun die Clubbetreiber für Ordnung sorgen.

von
Nina Jecker

Der Streit um das Nacht­leben in der Thuner Altstadt nimmt kein Ende: Clubbetreiber und Jugendliche wollen längere Partynächte, die Anwohner hingegen ihre Nachtruhe. «Die Altstadtbewohner haben die Nase voll von grölenden Vandalen», weiss Sicherheitsdirektor Peter Siegenthaler, den wütende Anwohner auch schon mal nachts um 2 Uhr aus dem Bett geklingelt haben.

Nachdem das Parlament jedoch eine Beschränkung der Anzahl Clubs abgelehnt hat und das Thema frühestens in drei bis vier Jahren wieder aufgegriffen werden soll, sieht Siegenthaler jetzt nur noch eine Chance: «Wir müssen die Betreiber der Ausgangsbetriebe in die Pflicht nehmen. Sie müssen auch vor den Betrieben zum Rechten sehen.» Denn besonders seit dem Rauchverbot tummeln sich immer mehr Partygäste im Freien.

Beim In-Lokal Saint Trop in der Altstadt stösst die Idee auf Zustimmung: «Jeder Club muss Security-Leute haben, die auch auf der Strasse nach dem Rechten schauen», findet Besitzer Karim Kallouch.

Und Lukas Lanzrein vom Jugendkomitee «Thun rockt» ist überzeugt, dass auch mit vielen Clubs Ruhe herrschen kann, «wenn die einzelnen Störenfriede härter bestraft werden».

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