Axpo Super League: Thun und Luzern teilen sich die Punkte

Aktualisiert

Axpo Super LeagueThun und Luzern teilen sich die Punkte

Der Tabellenzweite FC Luzern lässt beim FC Thun zwei Punkte liegen. Die Berner Oberländer waren beim 1:1 gar näher am Sieg als die Innerschweizer.

Für den FC Luzern endete auch der zweite bescheidene Auftritt in der Rückrunde der Axpo Super League mit einem 1:1-Remis. Gegen Thun reagierten die Innerschweizer erst nach dem Gegentreffer. Coach Murat Yakin wählte angesichts diverser Absenzen das unerbittlich destruktive Programm, das keinerlei Unterhaltungsmomente vorsah, sondern nur den letztlich erreichten Punkgewinn. Marco Schneuwly fand dennoch die Lücke zum erfolgreichen Abschluss. Der frühere U17-Europameister markierte seit seinem Abgang bei YB im zweiten Einsatz für den FCT bereits das zweite Tor.

Zum Matchgewinn genügte die beste Szene des Abends indes nicht, weil Nico Siegrist eben auch eine spezielle Geschichte zu bieten hatte. Der 20-jährige Stürmer bewahrte seine Equipe mit seinem zweiten Saisontor im letzten Spiel vor dem leihweisen Wechsel in die Challenge League zum FC Aarau vor einer schweren Enttäuschung. Der Einsatz des Jokers wäre im Prinzip gar nicht mehr vorgesehen gewesen; zumal er mit Aarau bereits ein erstes Testspiel bestritten hatte.

Allzu viel hatte Thun nicht unternommen, gegen die ultra-defensiven Gäste mehr als das glanzlose Unentschieden zu erreichen. Bis zur kurzzeitig hektischen und attraktiven Phase durften die Berner Oberländer aber wenigstens für sich in Anspruch nehmen, mit ein paar offensiven Aktionen aktiv Frostschutz für die knapp 3800 Anhänger betrieben zu haben.

Basels Test- statt Meisterschaftsspiel gegen Lausanne

In Lausanne entschied Schiedsrichter Alain Bieri eine gute Stunde vor Anpfiff, dass das Terrain nicht bespielbar sei. Zwar hatten die Veranstalter alles unternommen, um den Schnee vom Feld zu räumen, eine Enteisung des Terrains kam indes nicht infrage. Basels Coach Heiko Vogel erachtete den Entscheid des Schiedsrichters Alain Bieri unter diesen Umständen als richtig. Die Unterlage sei mit einem Betonboden vergleichbar gewesen, erklärte der Coach der Bebbi. Er wunderte sich allerdings, dass man die Absage nicht schon am Freitag in Erwägung gezogen hatte.

Team-Leiter Gustav Nussbaumer schlug den erneut und ohne Absicht spielfreien Waadtländern vor, tags darauf auf dem Kunstrasenplatz der Schützenmatte ein Testspiel (14 Uhr/Eintritt frei) auszutragen. Im Interesse der Bebbi ist es, im Hinblick auf den Champions-League-Gipfel gegen die Bayern (22. Februar) im Rhythmus zu bleiben. Die spezielle Offerte des Titelhalters nahm Lausanne sofort an. Mit gutem Grund: Die Westschweizer waren bereits beim Start zur Rückrunde (Ausschluss von Xamax) von einer Spielannullierung direkt betroffen.

Ein heisses oder kaltes Derby?

Erstmals seit dem «Derby-Skandal» im vergangenen Herbst stehen sich am Sonntag die beiden Zürcher Rivalen wieder gegenüber. GC-Fans werden im Letzigrund keine zugelassen sein. Für grossen Ärger im Umfeld der Hoppers sorgte zudem der FCZ-Beschluss, den Saisonkarten-Besitzern der von der Liga geschlossenen Südkurve «Exil» auf der Haupttribüne anzubieten. Zwischen den beiden Klubs herrscht derzeit nicht nur der tiefen Temperaturen wegen Eiszeit. Die Ausgangslage auf den «Nebenschauplätzen» ist brisanter als jene auf dem Rasen: Dort begegnet die graue Nummer 6 (FCZ) der farblosen Nummer 7.

Thun - Luzern 1:1 (0:0)

Lachen. - 3872 Zuschauer. - SR Jaccottet.

Tore: 72. Marco Schneuwly (Demiri) 1:0. 76. Siegrist (Ferreira) 1:1.

Thun: Da Costa; Bigler, Matic (46. Reinmann), Ghezal, Wittwer; Bättig; Christian Schneuwly, Hediger, Demiri, Schirinzi; Marco Schneuwly (85. Rama).

Luzern: Zibung; Sacirovic, Wiss, Lustenberger; Kukeli; Winter, Hochstrasser (75. Siegrist), Kryeziu, Ferreira; Ohayon (67. Thiesson); Hyka (69. Gygax).

Bemerkungen: Thun ohne Fabiano, Lüthi, Schindelholz, Siegfried (alle verletzt), Schneider (krank), Luzern ohne Renggli, Stahel, Sarr (alle gesperrt), Bento, Sorgic (beide verletzt), Bühler, Puljic (beide krank). Verwarnungen: 57. Winter (Unsportlichkeit), 83. Kryeziu, 88. Christian Schneuwly (beide Foul).

Axpo Super League

(si)

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