Aktualisiert 05.09.2006 18:59

Thun will Bedenkfrist wegen Fixerstübli

«Ich weiss nicht, ob Thun wirklich eine Drogenanlaufstelle braucht», sagt der Thuner Sozialdirektor Andreas Lüscher.

Die Stadt will vorerst noch kein Fixerstübli an der Allmendstrasse einrichten. Statt dessen gibt sie eine Untersuchung in Auftrag, die klären soll, wieviele Drogenabhängige es in Thun tatsächlich gibt. «Besonders aus der Stadt Bern spüren wir einen gewissen Druck», sagt Lüscher.

Die Berner Drogenanlaufstelle reklamiert, dass sie 30 Süchtige aus dem Oberland betreuen muss, seit sich diese nicht mehr auf dem Thuner Mühleplatz aufhalten dürfen. Der Kanton würde deshalb die Kosten für eine neue Anlaufstelle in Thun zu zwei Dritteln übernehmen. «Aber die Stadtkasse müsste jährlich für 700000 Franken aufkommen – das sprengt unseren Rahmen», sagt Lüscher. Thun verfüge bereits über ein gutes Hilfsangebot im Bereich der Suchthilfe.

(mar)

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