Thuner Amokdrohung gibt Rätsel auf
Aktualisiert

Thuner Amokdrohung gibt Rätsel auf

Nach einer Amokdrohung an einer Thuner Berufsschule laufen die polizeilichen Ermittlungen auf Hochtouren. Hinweise sind bisher aber «eher spärlich».

Jürg Mosimann, Sprecher der Kantonspolizei Bern, sagte am Mittwoch, dass die Befragungen derzeit noch andauern. Nach wie vor unklar ist, ob es sich bei der vor einigen Tagen in der Gewerblich-Industriellen Berufsschule in Thun gefundenen Amok- Ankündigung um eine ernsthafte Drohung handelt.

Amok-Drohung ist eine Straftat

Als übler Scherz dürfte der Vorfall aber ohnehin nicht durchgehen. Auch wenn die Amok-Ankündigung allenfalls nicht ernst gemeint war, gilt sie als Straftat. Im Strafgesetzbuch ist dafür eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren vorgesehen.

Am Dienstag gaben die Gewerblich-Industrielle Berufsschule und die im selben Gebäudekomplex untergebrachte Wirtschaftsschule Thun bekannt, ab Mittwoch den Schulbetrieb wegen einer Amokdrohung einzustellen.

Wenige Tage zuvor war im Gebäude eine Anschrift mit den Worten «AMOKLAUF AM 20.12.07» gefunden worden. Die Schulverantwortlichen kontaktierten die Polizei. Gemeinsam kam man zum Schluss, kein Risiko eingehen zu wollen und die Schulen zu schliessen. Nach den Feiertagen soll der Unterricht wieder aufgenommen werden.

Die von der vorübergehenden Schliessung der Schulen betroffenen Lehrlinge wurden am Dienstag entweder vor Ort informiert oder zu Hause kontaktiert. Der Ausfall des Unterrichts bedeutet aber nicht, dass die «Stifte» nun einfach frei haben. Sie wurden aufgefordert, sich umgehend in ihren Lehrbetrieben zur Arbeit zu melden, wie aus einem entsprechenden Schreiben der Berufsschulen hervorgeht. (sda)

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