Thunersee verharrt auf kritischer Höhe - keine Entwarnung

Aktualisiert

Thunersee verharrt auf kritischer Höhe - keine Entwarnung

Die Hochwasserlage am Thunersee bleibt prekär. Der Pegel des Sees stand am Freitagmorgen bei 558,46 Meter über Meer, 16 cm über der Schadensgrenze.

Eine weitere Zunahme um bloss 2 cm würde genügen, um ufernahe Strässchen und Häuser zu erreichen.

Gefährdet ist vor allem das Gebiet Pfaffenbühl im Gwatt, wie das Gemeindeführungsorgan (GFO) Thun mitteilte. Es hat seine Einsatzkräfte von 20 auf 50 Leute erhöht und in der Nähe des gefährdeten Gebiets ein Sandsackdepot errichtet.

Die Wetteraussichten lassen vorerst keine Entwarnung zu: Für den Abend sind Gewitter angesagt. Die gefährdeten Anwohner können via Infoline 033 225 35 20 Feuerwehr- und Zivilschutzleute anfordern, die ihnen beim Aufbau von Schutzmassnahmen helfen.

Der Pegel des Sees steigt weiter, wenn auch fast unmerklich, nämlich um etwa 3 mm pro Stunde. Am Nachmittag sollte sich die Lage stablisieren. Die angesagten Gewitter könnten sie aber wieder verschärfen.

(sda)

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