Thunerseestrasse bis Montag unterbrochen

Aktualisiert

Thunerseestrasse bis Montag unterbrochen

Nach einem Felssturz zwischen der Beatenbucht und den Beatushöhlen bleibt die rechtsufrige Thunerseestrasse mindestens bis am kommenden Montag geschlossen.

Möglich sei, dass noch mehr Gestein herabstürze, sagte Ernst Spycher von der Berner Baudirektion am Donnerstag. Verletzt wurde niemand, die Warnung kam rechtzeitig.

Bauarbeiter, die mit Sicherungsarbeiten am porösen Fels beschäftigt waren, bemerkten am Donnerstagnachmittag, dass sich Spalten im Gestein bildeten. Sie hätten genug Zeit gehabt, sich zu entfernen, die Polizei zu informieren und den Verkehr anzuhalten, sagte Spycher. Als der Fels - etwa 40 Kubikmeter Material - zwischen 15.30 und 16.00 zwischen den Tunneln Wolhusenfluh 1 und 2 niederging, war die die Strasse bereits gesperrt. Niemand kam zu Schaden. Das Gebiet ist unbewohnt.

Beigezogene Geologen entschieden, die Felswand bis Montag zu beobachten. «Wir wissen nicht, wie sie sich weiter verhalten wird», sagte Spycher. Die rund 20 Kubikmeter Felsbrocken, welche die Strasse auf rund zehn Metern blockieren, werden vorerst nicht geräumt. Sie sollen bei einem möglichen zweiten Felssturz als «Kissen» dienen und die Masse abbremsen. Auch die anderen rund 20 Kubikmeter Geröll, die über die Strasse in den Wald gestürzt sind, bleiben liegen. Einzig ein durch den Felssturz zerstörtes Baugerüst soll weggeräumt werden. Die Beatushöhlen sind weiterhin von Interlaken her erreichbar.

Die Bauarbeiter wussten um die Gefährlichkeit des Felsens. Sie waren seit einiger Zeit dabei, zur Sicherung der Strasse Felsanker einzuschlagen und Netze in der Wand zu spannen. (dapd)

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