Aktualisiert 26.09.2005 01:58

Thurgau: Jetzt brauchts neue Verkehrslösungen

Die Thurgauer wollten keine neuen Kantonsstrassen. Das Verkehrsproblem bleibt. Jetzt müssen neue Lösungen her.

52,2 Prozent haben am Wochenende gegen die Thurtalstrasse T14 gestimmt, 56,5 Prozent schickten die Südumfahrung Kreuzlingen bachab. «Für uns ist das ein riesiger Sieg, weil eine überragende Mehrheit des Parlaments für die Vorlagen war», sagt Markus Bürgisser, Gegner erster Stunde und Geschäftleiter von Pro Natura Thurgau. Die Ablehnung sei ein grosses Ja für einen grünen und attraktiven Kanton.

Die Thurgauer Regierung ist enttäuscht. Man habe sich von den zwei Kantonsstrassen volkswirtschaftliche Vorteile erhofft, die sich nun zerschlagen haben, sagte Volkswirtschaftsdirektor Kaspar Schläpfer. «Wir müssen die Lage neu beurteilen und andere Lösungen für eine gute Verkehrserschliessung finden», so Schläpfer. Laut Peter Maag, Direktor der Industrie- und Handelskammer Thurgau, hat das Nein dem Mittel- und Oberthurgau einen wirtschaftlichen Dämpfer versetzt. Und Hermann Hess, Geschäftsführer des Ja-Komitees, bedauert, dass keine Solidarität gegenüber den betroffenen Gemeinden entstanden sei. «Die Gegner sagten, sie hätten bessere Lösungen. Darauf warten wir nun», so Hess.

Felix Burch

Ein Ja zu neuen Dieselbussen

85% der St. Galler wollen neue Dieselbusse für ihre Stadt: Sie stimmten gestern dem Kredit von 18,5 Millionen zu. Insgesamt 32 alte Dieselbusse sollen bis 2007 durch komfortable, behindertengerechte und dank modernen Motoren und Partikelfiltern umweltfreundliche Fahrzeuge ersetzt werden. Dies macht den Busbetrieb auch wirtschaftlicher. Später sollen auch die alten Trolleybusse durch moderne Fahrzeuge ersetzt werden.

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