Aktualisiert

Angst um FilmemacherTibet-Aktivistin kettet sich an Gitter

Vor dem chinesischen Generalkonsulat in Zürich hat sich eine junge Exil-Tibeterin aus Protest gegen die Inhaftierung des tibetischen Dokumentarfilmers Dhondup Wangchen in China an ein Gitter gekettet. Zwei Männer wurden von der Polizei daran gehindert.

Eine Gruppe von knapp 50 Exil-Tibeterinnen und -Tibetern demonstrierte am Freitagvormittag vor dem Konsulats-Gebäude im Quartier Enge. Per Megafon verlas eine Aktivistin eine Erklärung und forderte die sofortige und bedingungslose Freilassung des seit März 2008 in China im Gefängnis sitzenden Filmers.

Der Prozess gegen ihn werde voraussichtlich in den nächsten Tagen beginnen. Es sei zu befürchten, dass ohne Druck von aussen «ein äusserst hartes Urteil» gegen ihn ausgesprochen werde.

Der 35-jährige Filmemacher habe aber nur von seinem Grundrecht der freien Meinungsäusserung Gebrauch gemacht. Wangchen hatte in seinem heimlich in Tibet gedrehtem Dokumentarfilm «Leaving Fear Behind» Tibeter zu Wort kommen lassen. Er frage sie nach deren Meinung zu den olympischen Spielen, dem Dalai Lama und der chinesischen Regierung.

Am 26. März 2008 sei Wangchen verhaftet worden. Er sei im Gefängnis erkrankt und erhalte keine ärztliche Hilfe, erklärte die Sprecherin der Demonstranten.

(sda)

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