Aktualisiert 26.11.2019 22:00

Federer-Manager«Roger entschädigt die Fans in Bogotá»

Entweder werde die abgesagte Exhibition 2020 nachgeholt. Oder Federer bezahle das Geld für die Tickets, stellt Tony Godsick klar.

von
Simon Graf, Fabian Sangines
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Musste seinen Showkampf in Bogota absagen: Roger Federer.

Musste seinen Showkampf in Bogota absagen: Roger Federer.

Keystone/Jose Mendez
Der Schweizer spielte schon 2012 in Kolumbiens Hauptstadt.

Der Schweizer spielte schon 2012 in Kolumbiens Hauptstadt.

Keystone/Mauricio Duenas
Jetzt hätte er gegen Alexander Zverev antreten sollen, wie schon in Argentinien, Mexiko und Ecuador. Doch wegen einer Ausgangssperre wurde die Partie abgesagt.

Jetzt hätte er gegen Alexander Zverev antreten sollen, wie schon in Argentinien, Mexiko und Ecuador. Doch wegen einer Ausgangssperre wurde die Partie abgesagt.

Keystone/Jose Mendez

So erfolgreich die Südamerika-Tournee Roger Federers war, in Kolumbien blieben viele seiner Fans enttäuscht zurück. Denn der Schaukampf in Bogotá vom vergangenen Freitag musste wegen der Ausgangssperre nach Massenprotesten gegen die Regierung und schweren Ausschreitungen abgesagt werden. Nun berichtete «El Tiempo», die grösste Tageszeitung Kolumbiens, die Fans würden nicht einmal das Geld für ihre Tickets zurückerhalten.

Die Organisatoren der Exhibition werden wie folgt zitiert: «Wir sind sehr traurig und in einer finanziell sehr schwierigen Lage.» Sie rechtfertigen sich gegenüber «El Tiempo» so: «Die Ausgaben blieben die gleichen, nur fallen viele Einnahmen weg. Einige Sponsoren haben uns unterstützt, aber längst nicht alle.» Dass die Partie nicht habe stattfinden können, falle unter die Kategorie «höhere Macht».

Federers Manager Tony Godsick stellt auf Anfrage dieser Zeitung nun aber klar: «Roger entschädigt die Fans in Bogotá. Unser Ziel ist, dass das Spiel im nächsten Jahr nachgeholt wird. Sollte dies nicht möglich sein, wird Roger seine Gage zurückgeben und dafür sorgen, dass die Fans das Geld für ihre Tickets zurückbekommen.»

Die Situation sei sehr unglücklich gewesen, aber es sei gar keine andere Wahl geblieben, als den Schaukampf abzusagen. «Die Sicherheit kommt vor dem Sport.» Die Movistar Arena wäre mit 14'000 Zuschauern gefüllt gewesen, alle Tickets waren abgesetzt. Doch dann schritt Federer nur auf den Court, um den Fans mitzuteilen, dass der Schaukampf nicht stattfinden könne.

Ersatztermin im Frühling?

Die Tennisfans in Kolumbien lägen Federer sehr am Herzen, betont sein Manager. «Sie waren unglaublich laut, als er das erste Mal dort antrat. Diese schöne Story darf nicht enden mit dieser Absage, das ist klar.» Das Ziel sei, bis Mitte Dezember ein Ersatzdatum präsentieren zu können, für das die bereits gekauften Tickets gültig seien. «Ideal wäre, wenn Roger sowieso schon in der Gegend ist. Beispielsweise rund ums Turnier in Miami.» Dieses findet Ende März 2020 statt.

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