Luzern: Tiefbahnhof: Kampf um den «Anschluss der Zukunft»

Aktualisiert

LuzernTiefbahnhof: Kampf um den «Anschluss der Zukunft»

Die Befürworter des Tiefbahnhofs geben Gas: Am Samstag wurde im Rahmen des Luzerner Bahnhof-Jubiläums auch die Kampagne zum Jahrhundertprojekt lanciert.

von
Anne-Käthi Kremer

«Der Anschluss an die Zukunft: Tiefbahnhof Luzern.» Unübersehbar hängt das 45 Quadratmeter grosse Plakat seit Samstag im Luzerner Bahnhof. Das von links bis rechts breit abgestützte Zentralschweizer Komitee Tiefbahnhof Luzern hat gleichzeitig mit dem 150-Jahr-Jubiläum des Luzerner Bahnhofs offiziell den Kampf für das Grossprojekt begonnen. «Mit einer Informations-Offensive in Bern wollen wir erreichen, dass Bund und Parlament die Wichtigkeit des Projektes erkennen und es vorantreiben», sagt Komitee-Ausschussmitglied Pius Zängerle (CVP).

Das Projekt Tiefbahnhof soll im Rahmen des natio­nalen Infrastrukturpakets «Bahn 2030» ab 2016 realisiert werden. Geplant ist ein vierspuriger Tiefbahnhof unter den bestehenden Perrons. Die Zufahrt erfolgt durch einen 3,5 Kilometer langen Doppelspurtunnel ab Ebikon, der das Luzerner Seebecken unterquert. Geschätzte Kosten: über 1 Milliarde Franken. «Wir müssen uns beeilen, sonst ist der Zug abgefahren», sagt der Luzerner alt Ständerat Franz Wicki (CVP), Präsident des Komitees. Als erster Schritt soll das Kantonsparlament im Herbst einen 20-Millionen-Franken-Sonderkredit für die Vorfinanzierung bewilligen.

Deine Meinung