Stadt Zürich: Tiefbauamt testet Spurabbau am Vorderberg
Aktualisiert

Stadt ZürichTiefbauamt testet Spurabbau am Vorderberg

Welche Auswirkungen hat ein Spurabbau für die Autofahrer im Zürcher Kreis 7 am Vorderberg? Das Tiefbauamt startet zwei Versuchsphasen – und vergleicht sie dann miteinander.

von
rom
Eine der beiden Fahrspuren rechts - hier auf dem Foto durch eine Baustelle verstellt - wird versuchsweise abgebaut.

Eine der beiden Fahrspuren rechts - hier auf dem Foto durch eine Baustelle verstellt - wird versuchsweise abgebaut.

Kein Anbieter/Google Street View

Mit einem Spurabbau könnte Platz für einen Veloweg talwärts geschaffen werden. Zudem liesse sich eine Tramhaltestelle behindertengerecht umbauen. Den Verkehrsversuch verlangt hat ein FDP-Postulat, das im Herbst 2013 vom Gemeinderat an den Stadtrat überwiesen wurde.

Für den mehrwöchigen Versuchsbetrieb richtet das Tiefbauamt nun auf der Route Gladbachstrasse bis Bergstrasse Kameras und Messstellen ein, um die Verkehrsmengen zu ermitteln, wie es in einer Mitteilung des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements (TED) vom Mittwoch heisst.

«Typisch Zürich»

Ab 1. April wird während rund dreier Wochen der Ist-Zustand erhoben. Ab 25. April werden dann ab Gladbachstrasse 124 und am Vorderberg talwärts temporär eine der beiden Fahrspuren gesperrt und die Verkehrsdaten erneut ermittelt. Dies ermögliche Aussagen zur Verkehrsmenge, den Reisezeiten und den Staulängen nach einem Spurabbau. Die Verkehrserhebung dauert bis Ende Juni. Anschliessend stehen laut TED wieder beide Fahrspuren zur Verfügung.

«Das ist wieder mal typisch Zürich - wenn es um Strassen geht, höre ich nur von Rückbau», sagt Reto Cavegn, Geschäftsführer des TCS Zürich. Es sei übertrieben, wegen einer Velospur eine ganze Autospur abzubauen. «Positiv ist immerhin, dass die Stadt vorerst einen Versuch durchführt», so Cavegn. Er schreibe dies dem zuständigen FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger zu. «Sollte die Erhebung zeigen, dass der Spurabbau den Autoverkehr nicht gross behindert, müssen wir damit leben.» Glücklicherweise habe aber der Kanton das letzte Wort. (rom/sda)

Deine Meinung