Neuer Intendant: Tiefere Eintrittspreise für die Oper
Aktualisiert

Neuer IntendantTiefere Eintrittspreise für die Oper

Opernhaus für alle: Der künftige Intendant will ein neues und breiteres Publikum anlocken – unter anderem mit günstigeren Tickets.

von
Raffaela Moresi
Der neue Intendant möchte das Opernhaus einem breiteren Publikum öffnen. Foto: keystone

Der neue Intendant möchte das Opernhaus einem breiteren Publikum öffnen. Foto: keystone

Andreas Homoki (51) wird ab kommendem September die Geschicke des Opernhauses lenken, und dies offenbar ganz anders als Noch-Intendant Alexander Pereira (64): Statt mit der grossen Kelle anzurichten, ist bei Homoki künftig sparen angesagt. Mit weniger Aufführungen, einem kleineren ­Ensemble und optimierten Betriebsabläufen will der Deutsche die Kosten im Griff halten.

Damit nicht genug: «Ich möchte das Opernhaus Zürich noch mehr als bisher öffnen und für ein möglichst breites Publikum zugänglich machen», verrät Homoki in der Zeitung «Der Sonntag». Dazu gehöre, «dass wir zahlreiche Vorstellungen tendenziell in tieferen Preiskategorien als bisher anbieten werden». Obwohl sich damit vermehrt auch Jüngere einen Opernbesuch leisten dürften, geben sich die Jungparteien skeptisch. «Wenn der Kanton schon jährlich fast 80 Millionen Franken ins Opernhaus buttert, ist es natürlich wichtig, dass auch alle profitieren können», sagt Fabian Molina, Co-Präsident der Juso Kanton Zürich. «Trotzdem sollte man das Geld eher dazu nutzen, die alternative Kultur zu fördern.»

Mit der Senkung der Ticketpreise sei es nicht gemacht, meint auch Anita Borer, Kantonsrätin und Präsidentin der Jungen SVP Zürich. Sie findet es zwar «begrüssenswert», dass ein breiteres Publikum angesprochen werden soll. «Dies bedeutet für mich, dass das Programm auch für Junge attraktiver gemacht wird.» Allerdings dürften nicht noch mehr staatliche Mittel aufgewendet werden.

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