Aktualisiert 01.04.2010 07:58

Mya AudreyTiefgang ohne Depressionen

Die Zürcherin Mya Audrey will mit ihrem Debütalbum «Sudden Breeze» die Schweizer Charts stürmen. 20 Minuten Online sprach mit ihr über Schweizer, Briten, Melancholie und Musik.

Auch wenn «Sudden Breeze» ihr Debütalbum ist, ist Mya Audrey kein Neuling im Musikgeschäft. Die Pianistin war bereits als Mya N aufgetreten, jetzt hat die Zürcherin ihre LP unter neuem Namen und eigenem Label herausgebracht. «Es ist lyrischer Pop mit Jazz-Einflüssen», beschreibt die Künstlerin ihren Erstling, für den sie fleissig Material angesammelt hat: Aus 36 Liedern musste sie 13 aussuchen.

«Ich habe überlegt, was ich unbedingt auf dem Album drauf haben will und dann ein Auswahlverfahren gemacht, weil wir uns reduzieren mussten», so Mya gegenüber 20 Minuten Online. «Wenn du später das Gefühl hast, der Song ist noch wichtig, kann man ihn immer noch bringen. Ich glaube, das Wichtige ist, dass die Stücke, die du bringst, am bedeutendsten sind und sich stilistisch ein roter Faden ergibt.»

Besonderen Wert legt die Singer-Songwriterin auf ihre Texte. Die Stimmung von «Sudden Breeze» beschreibt sie so: «Es hat schon Moll-Akkorde, aber es ist lyrisch gehalten und hat nicht diese triefende Melancholie. Die Musik soll positiv wirken.» Tiefgang ohne Depressionen will die Zürcherin ihren Fans bescheren? «Wir haben es auch positive Melancholie genannt», stimmt sie lachend zu.

Bonus kulturelle Vielfalt

Ihren bürgerlichen Namen hat Mya Audrey Nydegger von ihrer englischen Mutter. Hat sie die britische Kultur beeinflusst? «Als Kind habe ich natürlich englische Märli gehört, aber ich bin in der Schweiz aufgewachsen. Es sind Einflüsse im Alltag, die ich als Kind gar nicht so wahrgenommen habe.» So habe sie british breakfast genossen oder etwa fremdsprachige Worte einfliessen lassen – und natürlich war Musik von der Insel ein Thema.

Trotz englischem Gesang ist ihr Album auch von der Schweiz geprägt, denkt Mya. «Die Schweiz ist so ein Schmelztiegel für Kultur und Sprache geworden und steht auch für kulturelle Offenheit. Und ich fühle mich als Schweizerin, bin da aufgewachsen und habe hier meine Beobachtungen gemacht», erklärt sie. Und in dieser «Gefühlwelt» sei ihre LP entstanden.

Mya Audrey: «Strong Enough». Quelle: YouTube

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