Aktualisiert

Häusliche GewaltTiefgläubiger Mann erschlägt seine Frau

Im solothurnischen Balsthal hat ein Mann seine Ehefrau erschlagen. Im Haus des Schweizer Ehepaars hängen überall Kruzifixe.

von
meo/dp

Das Drama ereignete sich in einem beschaulichen Einfamilienhausquartier. Im Verlauf eines Streits hatte ein 48-jähriger Mann auf seine 40-jährige Ehefrau eingeschlagen. Als die Polizei und die Ambulanz eintrafen, befand sich der mutmassliche Täter noch immer im Haus. Er wurde vorläufig festgenommen.

«Es brauchte fünf Polizisten, um den Ehemann aus dem Haus zu holen», erzählt ein Nachbar. Und weiter: «Dann sah ich, wie seine Frau mit einbandagiertem Kopf aus dem Haus getragen wurde.» Die Verletzte wurde von der Rega in eine Spezialklinik geflogen. Dort sei sie kurz nach der Einlieferung verstorben, teilte die Kantonspolizei Solothurn mit, die von einem Beziehungsdelikt ausgeht.

Laut dem Nachbar lebte das Schweizer Ehepaar friedlich zusammen. «Ich habe nie einen Streit gehört.» Der Mann sei einzig durch seine Frömmigkeit aufgefallen: «Im Haus hängen überall Kreuze und vor dem ­Essen wurde immer gebetet», sagt der Nachbar. Der gelernte Elektriker sei in zweiter Ehe verheiratet gewesen und be­treibe eine Gärtnerei – «nicht sehr erfolgreich», wie ge­munkelt werde. Seine Freizeit verbrachte er gern im Wald – als Imker, Forstwart und Jäger. (meo/dp/20 Minuten)

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